Nächste Woche erscheint ein ganz toller, neuer Wälzer im Dumont-Verlag. In "Das gläserne Meer" geht es um die Zwillingsbrüder Jarik und Dima. Sie wachsem im alten kommunistischen Russland auf und erleben den Umschwung mit. Denn als sie erwachsen geworden sind, ist ihre Heimatstadt geprägt von Wirtschafts- und Fortschrittsgedanken. Um den landwirtschaftlichen Ertrag steigern zu können, bauen mächtige Männer ein riesiges Gewächshaus. Das ist nicht genug. Damit die Pflanzen dauerhaft Licht bekommen und dadurch schneller wachsen, werden Satelitenspiegel in den Himmel geschossen. Sie spiegeln Nachts das Sonnenlicht auf die Stadt, sodass es niemals dunkel wird.
Zwei Brüder, die unzertrennlich erscheinen
In dieser futuristischen Welt schufften Jarik und Dima tagtäglich lange, harte Schichten im Gewächshaus, der sogenannten Oranzeria. Von dem bisschen Geld das sie verdienen muss Dima die Mutter und Jarik seine Frau und zwei Kinder durchbringen. Anfangs scheinen die beiden damit zufrieden zu sein, gemeinsam zu arbeiten und dadurch miteinander viel Zeit zu verbringen. Vor allem Dima hängt sehr an seinem Zwillingsbruder, während Jarik sich immer wieder zwischen seiner Familie und Dima hin- und hergerissen fühlt.
