Mittwoch, 31. Dezember 2014

Joseph Conrad: Heart of Darkness


"The Nellie, a cruising yawl, swung to her anchor without a flutter of the sails, and was at rest."

Last but not least und ganz kurz vor knapp kommt hier nun endlich mein Leseexperiment aus dem Monat August. Warum das so lange gedauert hat? Nunja,.. irgendwie habe ich mich ein bisschen vor dem Buch gedrückt. Die Aufgabe war: Lies ein Buch, in dessen Titel das erste Substantiv auf Seite 112 deines zuletzt gelesenen Buches enthalten ist. Mein zuletzt gelesenes Buch war damals die Geschichte einer afrikanischen Farm. Dort stand auf Seite 112 das Substantiv "Herz" ganz oben. Entschieden habe ich mich danach für Herz der Finsternis bzw. Heart of Darkness von Joseph Conrad, dass schon bestimmt 5 Jahre ungelesen in meinem Regal steht. Doch irgendwie konnte ich mich bis zum Schluss nicht wirklich motivieren, das Büchlein zu lesen. Manchmal hat man schon das richtige Bauchgefühl, bevor man ein Buch zu Hand nimmt...

Montag, 29. Dezember 2014

Isabel Allende: Das Geisterhaus

Hallo ihr Bücherwürmer und Leseratten,

hier kommt mein Leseexperiment für Dezember. Die Aufgabe lautete dieses Mal: Lies ein Buch, das in deinem Geburtsjahr erschienen ist. Bei mir heißt das also ein Buch aus dem Jahr 1985. Über googel habe ich zum Glück schnell eine Reihe von Büchern gefunden, die in meinem Geburtsjahr Bestseller waren. Mit darunter auch Isabel Allendes Geisterhaus. 1985 im Aufbau Verlag erschienen war das Buch laut spiegel.de gleich ein riesengroßer Kassenschlager. Und da ich das Buch eh schon monatelang bei mir daheim rumliegen hatte, war dies mal wieder die perfekte Gelegenheit, meinen SuB etwas abzubauen. 

"Barrabas kam auf dem Seeweg in die Familie, trug die kleine Clara in ihrer zarten Schönschrift ein"

Samstag, 27. Dezember 2014

Buchsaiten Blogparade zum Jahresabschluss


Zufällig habe ich die Blogparade von BuchSaiten zum Jahresabschluss entdeckt. Da ich eh einen ähnlichen Rückblickspost machen wollte, dachte ich, es trifft sich gut einfach hier mitzumachen. 

Daher beantworten wir nun die Fragen von BuchSaiten:

1. Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? 
Madeleine: Also wenn ich mir von einem Buch wenig erhoffe, dann fange ich doch gar nicht an, es zu lesen! :) :) :)

Catherine: Mir geht es da wie Madeleine. Wenn ich mit negativen Gedanken an ein Buch rangehen würde, dann hätte ich definitiv etwas falsch gemacht. Es gibt einfach zu viele Bücher, die ich unbedingt lesen will. Da würde ich meine Zeit nicht mit welchen verplempern, die mich gar nicht interessieren.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Jonathan Franzen: Die Korrekturen

Diese Meisterwerk der amerikanischen Gegenwartsliteratur habe ich, wieso auch immer, erst jetzt entdeckt - und das eher zufällig. Jetzt bin ich froh, dass ich darauf gestoßen bin.

Der Titel spricht bereits das Kernthema der Story an: Das Leben und die Menschen zu korrigieren. Im Wesentlichen geht es um die Familie Lambert. Enid Lambert möchte gerne ihre drei erwachsenen Kinder und ihre kleinen Enkelkinder zu einem letzten Weihnachtsfest in ihrem Zuhause versammeln, weil ihr Mann Alfred schwer krank ist. Aber die Kinder Gary, Denis und Chip leben alle an der Ostküste und möchten nicht in ihre alte Heimat, den mittleren Westen, reisen. Nervig und penetrant versucht sie jeden zu bearbeiten und zu kritisieren. Sie leugnet die schlechte körperliche und geistige Verfassung von Alfred. Sie kann nicht akzeptieren, dass ihre Tochter geschieden und kinderlos ist. Darum verheimlichen die Kinder auch die Wahrheit vor ihr. Chip erzählt nicht, dass er als Universitäts-Dozent rausgeworfen wurde, weil er mit einer Studentin geschlafen hat. Denise verschweigt, dass sie lesbisch ist. Und Gary verheimlicht, dass er Eheprobleme und Depressionen hat. Jedem der Personen wird ein Kapitel gewidmet, dass die auswegslose Situation der Figur schildert.  

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Literaturverfilmung: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück

Der Londoner Psychologe Hector ist in einem monotonem Leben zwischen seinen spleenigen Patienten und der eingeschlafen-routinierten Beziehung mit seiner Freundin Clara gefangen. Clara scheint mehr wie eine Mutter für ihn zu sein, die ihm das Frühstück macht, seinen Schlips bindet und ihm den Schlüssel hinhält, wenn er ihn vergisst. Und während die Patienten in ihren Sitzungen über ihre Wohlstandsprobleme jammern, hört Hector ihnen gar nicht richtig zu, malt kleine Bildchen auf seinen Notizblock und beantwortet Fragen einfach mit Gegenfragen. 

Doch eines Tages platzt die Blase! Hector merkt, dass keiner in seinem Umfeld ein glückliches Leben führt: er nicht, Clara nicht und seinen Patienten kann er auch nicht zum Glück verhelfen. Also beschließt Hector auf Reisen zu gehen und sein bzw. ein Mittel zum Glück zu finden. Er packt seine Tasche und reist von China, über Afrika nach Amerika - immer der Frage nach: Gibt es ein Rezept für Glück?

Für alle, die noch gar nichts von Hector und seiner verrückten Reise gehört oder gesehen haben, gibt es hier den Trailer zum Film:


Mittwoch, 3. Dezember 2014

Adventskalender-Tipp

Hallöchen ihr Lieben,


ursprünglich wollte ich dieses Jahr auf unserem Blog auch einen Adventskalender machen. Leider hat die Zeit einfach gefehlt :( Als Trost gibt es daher jetzt einen tollen Tipp, wo ihr eine super-originellen literarischen Adventskalender findet.



Das Literaturcafé hat sich nämlich etwas ganz besonderes einfallen lassen:
http://www.literaturcafe.de/advent/

Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein kleiner Ausschnitt aus einem nie geschriebenen Roman :) Weil mir die Idee so gut gefallen hat, wollte ich das unbedingt mit euch teilen. Sind ja noch ein paar Türchen zu öffnen bis Weihnachten.

Viel Spaß damit!
Mad

Montag, 1. Dezember 2014

Lesetipp des Monats: Die verlorene Ehre der Katharina Blum

Schon ist wieder ein Monat rum! Zum Dezember würde ja prinzipiell jetzt ein weihnachtlicher Lesetipp passen, ich habe mich aber für Heinrich Bölls "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" entschieden. Vielleicht könnt ihr daraus ja noch ein paar nachdenkliche Impulse zum Jahresende ziehen :)

Eckdaten zum Autor:
Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren und starb 1985 in der Eifel. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern der Nachkriegszeit und schrieb nicht nur Romane, sondern auch Erzählungen, Essays und Reden. Inhaltlich ging er auf politische Themen ein, weshalb seine Texte eine hohe moralische Aussagekraft besitzen und eine Chronik der deutschen Geschichte sind. Böll erhielt 1972 den Literaturnobelpreis. 

Wichtigste / Bekanntest Werke:
  • Und sagte kein einziges Wort, 1954
  • Gruppenbild mit Dame, 1971
  • Die verlorene Ehre der Katharina Blum, 1974

Freitag, 28. November 2014

Carlos Ruiz Zafon: Marina

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende und damit geht es auch bei meinem Leseexperiment auf die Zielgerade zu. Susi und Alex vom Readpack haben sich für den Monat November wieder eine besonders schöne Ausgabe ausgedacht: Tippe wahllos auf die Weltkarte und lies ein Buch, das in dem ausgewählten Land spielt. Da ich nicht wirklich einen Atlas oder Globus greifbar hatte, habe ich einfach ganz frech Alex' Idee geklaut und habe mir über random.org einen Ort auf der Landkarte auswählen lassen. Und das ist dabei herausgekommen: 

Donnerstag, 20. November 2014

Timur Vermes: Er ist wieder da

Berlin 2011: Auf einem leeren Grundstück mitten in Berlin wacht Adolf Hitler auf und findet sich in
der modernen Welt wieder. Was zunächst wie ein Traum für ihn zu sein scheint, ist Wirklichkeit: Deutschland hat den Krieg verloren, es gab die Mauer, die Wende und nun findet er sich im multikulturellen Berlin wieder und muss sich zurecht finden. Und was macht der gestrandete Diktator? Im Prinzip dort weiter, wo er aufgehört hat. Denn wie es der Zufall so will, wird Hitler - den alle für einen Comedian halten - vom Fernsehen entdeckt und bekommt gleich wieder die Möglichkeit, seine Propaganda an die breite Masse zu senden. Zunächst nur mit kleinen Gastauftritten in der Sendung eines türkischen Komikers - welche Ironie. Doch auch wenn das Publikum alles nur für einen Spaß hält: Hitler ist der Hit, hat hohe Einschaltquoten und wird zum gefeierten YouTube-Star!

Samstag, 15. November 2014

Petra Hartlieb: Meine wundervolle Buchhandlung

Ich will doch keine Buchhandlung :) Ursprünglich haben wir ja Meine wundervolle Buchhandlung hier im Oktober anlässlich unseres Bloggeburtstages verlost. Da ich das Buch vorab hier hatte, konnte ich es natürlich nicht missachten: Ich muss einfach reinlesen. Ich fand es dann so toll, dass ich es mir nach der Verlosung auch gekauft und gelesen habe.

Montag, 10. November 2014

Der Leserpreis von Lovelybooks

Habt ihr einen Account bei Lovelybooks? Dann könnt ihr jetzt mit machen und für euer Lieblingsbuch abstimmen. Wenn dein Lieblingsbuch noch nicht auf der Liste ist, kannst du es  noch bis zum 19. November nominieren. Nominiert werden darf nur das, was zwischen dem 1. Dezember 2013 und dem 31. Oktober 2014 zum ersten Mal erschienen ist.
Es gibt 10 Kategorien. In jeder Kategorie kommen die 35 am häufigsten nominierten Bücher in die finale Abstimmungsrunde, die am 20. November startet. Die Preisträger werden am 28. November 2014 bekannt gegeben.

Donnerstag, 6. November 2014

Sarah Lark: Das Lied der Maori

Seit einer Weile steht der zweite Band der Neuseeland-Sage in meinem Regal und in einer ruhigen Urlaubswoche auf Mallorca konnte ich die Lektüre nun auch genießen. Wie schon beim ersten Band "Im Land der weißen Wolke" zog mich die Geschichte voll in ihren Bann.
 In "Das Lied der Maori" ist die nächste Generation, die Kinder von Ruben und Fleurette sowie Paul und Marama, zu jungen Erwachsenen herangwachsen. Wenn ihr den ersten Band nicht kennt, ist das nicht schlimm, die Geschichten und Figuren sind in sich abgeschlossen und daher können die Bücher auch einzeln gelesen werden. Im Mittelpunkt stehen diesmal die junge, rothaarige Elainie, genannt Lainie, und ihre eingebildetet Cousine Kura-maro-tini, die eine Halb-Maori (Neuseelands Ureinwohner) ist. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Lainie ist ein kindlicher, offenherziger Wildfang von 16 Jahren. Sie mag die Natur, reitet gern und ihre Hütehündin weichte ihr nicht von der Seite. Auf eine Schaffarm würde sie gut passen im Gegensatz zu Kura, die die Erbin der riesigen Schaffarm der gemeinsamen Großmutter Gwyneira ist. Kura ist eine exotische Schönheit und ein Schöngeist. Sie hält sich nur im Haus auf und hat nichts anderes als Operngesang im Kopf. Ihr Ziel ist es, zur Gesangsausbildung nach England zu gehen. Für Schafzucht interessiert sie sich gleich null. 

Sonntag, 2. November 2014

Lesetipp des Monats: Im Namen der Rose


Hallo ihr Lieben,

für den November haben wir uns einen echten Klassiker der Weltliteratur ausgesucht: Umberto Ecos "Im Namen der Rose". Allein von 1980 bis 1989 wurden über acht Millionen Exemplare des Buches verkauft! Also quasi ein "Must-Read" für jede Leseratte.

Eckdaten zum Autor:
Geboren 1932 im italienischen Alessandria begann Umberto Eco - entgegen dem Wunsch seines Vaters, der ihn zum Rechtsanwalt machen wollte - mit dem Studium der Philosophie und Literaturgeschichte. Danach führte sein Weg zum italienischen Fernsehen und anschließend wurde er sogar Sachbuchautor. Er ist Dozent, Kulturrhetoriker, Schriftsteller und Linguist - in allen seinen Berufen geht er seiner Liebe zu den Büchern und zum Wort nach.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ferdinand von Schirach: Tabu

So! Und hier folgt gleich das nächste Leseexperiment für Oktober. Die Aufgabe, die Alex und Susi vom Readpack-Blog uns in diesem Monat gestellt haben, lautet: Lies ein Buch, das dir als erstes im Tausch gegen ein anderes angeboten wird. Lange habe ich überlegt, wie ich diese Aufgabe lösen soll. Denn - so geht es bestimmt auch vielen von euch - ich trenne mich ganz furchtbar ungern von meinen Buchschätzen. Aber dann viel mir ein, dass ich vor kurzem mit Susi selbst ein Buch getauscht hatte. Sie fand mein Buch, das ich zum April-Leseexperiment ausgewählt hatte, unheimlich spannend und wollte es gern lesen. Dafür hatte sie mir eins von ihren letzten Büchern  zum Tausch angeboten. Gesagt, getan. Buch eingetütet und losgeschickt. Und so komme ich jetzt auch endlich zum Lesen von Susis Buch! 

Sonntag, 19. Oktober 2014

George R. R. Martin: A Clash of Kings

Hallo liebe Buchlingreportleser,

in letzter Zeit war ich beruflich und auch privat sehr eingespannt, deshalb kam ich nicht wirklich viel zum Lesen und Posten. Und auch mein Leseexperiment blieb in den letzten Wochen einfach auf der Strecke. Doch nun hoffe ich, wieder mehr Zeit dafür zu haben und kann euch jetzt zumindest schon einmal mein Experiment für den Monat September präsentieren. Zunächst wie immer die Aufgabe: Lies ein Buch, das in der Bibliothek / im Buchladen genau neben dem Buch steht, das dir zuletzt sehr gut gefallen hat. Da ich grade den ersten Band der Game of Thrones Reihe verschlungen hatte und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht, habe ich es mit dieses Mal etwas leichter gemacht. Schließlich steht im Regal Teil 2 immer gleich neben Teil 1. Wer also den ersten Teil der Reihe (oder die zweite Staffel der Serie) noch nicht kennt, sollte hier lieber nicht weiterlesen.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Happy Birthday, Buchlingreport!

Hallo ihr Lieben,

wir sind stolz, dass unser Buchlingreport jetzt schon 2 Jahre alt ist! Happy Birthday to you, happy Birthday to you.......

Und das wollen wir natürlich gebührend mit euch feiern! Damit gemäß eines Kindergeburtstages für Spiel und Spaß gesorgt ist, haben wir uns ein kleines literarisches Kreuzworträtsel ausgedacht. Wer hier Lust hat mitzumachen, kann etwas tolles gewinnen: natürlich ein Buch :)



Samstag, 11. Oktober 2014

Die Frankfurter Buchmesse in 1 Stunde!


Mein Blitzbesuch auf der Frankfurter Buchmesse...

...in Bildern:

Ankommen, in Halle 3.1 rennen. Erst mal raus auf die Terrasse und ein Foto machen.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Lesetipp des Monats: Little Women

Für den Monat Oktober haben wir einen ganz besonders netten Lesetipp parat: Little Women, ein amerikanischer (Jugendbuch-)Klassiker von Louisa May Alcott. Hilft garantiert gegen die aufkommende Winterdepression!

Eckdaten zum Autor:
Louisa May Alcott lebte von 1832-1888. Sie war das zweite von vier Mädchen und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Eltern waren Mitglieder im Transcendetal Club, zu dem auch bekannte Schriftsteller wie Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau und Nathaniel Hawthorne gehörten. Das färbte auf die kleine Louisa ab, die sich schon früh fürs Schreiben begeisterte und als junges Mädchen Theaterstücke textete. Mit dem Wunsch als Schriftstellerin Geld zu verdienen, wollte sie vor allem ihre Familie finanziell unterstützen. Sie schrieb viel, auch unter Pseudonymen, setzten sich aber auch für die Rechte der Frauen ein. 

Samstag, 27. September 2014

LongListLesen: Isabel von Feridun Zaimoglu

"Männer ohne Land. Frauen ohne Himmel. Zeit nach den Exzessen. Aufgebrauchtes, aufgesogenes Licht - Schluss."


Zaimoglus Sprachstil war nach den ersten paar Seiten für mich etwas gewöhnungsbedürftig: Harte, stakkatoartige, verkürzte Sätze. Bildreiche Wortwahl. Je weiter sich die Geschichte jedoch entfaltet hat, ergaben die Sätze für mich ein gutes Rhythmusgefühl und ich kam in den richtigen Lese-Flow. Zum Schluss war ich ganz begeistert von der Sprache, viele Metapher und Bilder haben mich zum Schmunzeln gebracht. Vor allem fand ich sie einfallsreich und originell. Ich kann mich nicht erinnern, sie schon mal irgendwo anders gelesen oder gehört zu haben. Allein wegen der ungewöhnlichen (im positiven Sinne) Sprache, würde ich Isabel gern ein zweites Mal lesen.  

Sonntag, 21. September 2014

Don Winslow: Kings of Cool

Kalifornien im Jahr 2005: Ben, Chon und O (kurz für Ophelia) sind die besten Freunde - und Geschäftspartner. Sie dealen mit Marihuana und ziehen sie ein richtig großes Business auf. Denn sie verticken nicht einfach nur hier und da ein paar Tütchen als Zwischenhändler. Nein, sie haben ein ganzes Haus gekauft, extra präpariert, damit die Nachbar und die Polzei nichts merken, und züchten darin nun das feinste Grass von Laguna Beach. Damit lässt sich natürlich jede Menge Geld machen. Und so können die drei ein einfaches Leben führen mit chillen am Strand und jede Menge Partys. Doch wo Sonne ist, ist auch Regen meist nicht weit. Und so bekommen die drei schnell Probleme mit rivalisierenden Dealern und korrupten Polizisten.

Sonntag, 14. September 2014

Dave Eggers: "Der Circle"

"WAHNSINN, DACHTE MAE. Ich bin im Himmel."

Mae Holland ist die Protagonistin in "Der Circle": ein junge Frau, die nach ihrem Uni-Abschluss zuerst einen schlechten Job in ihrer Heimatstadt annimmt und dann von ihrer Freundin Annie in den Circle geholt wird. Dieses Unternehmen ist für Mae der Himmel auf Erden. Der Circle hat Google, Facebook und Amazon geschluckt und beherrscht mit TruYou die Social Media Welt. Hier können keine anonymen Identitäten mehr im Internet aufgebaut werden, jede Person muss identifizierbar sein. Auf diesen Erfolg baut das Unternehmen auf und strotzt nur so vor Stärke. Das Firmengelände ist ein Campus mit Wohnheimen, Fitness Studios, Ärzten, Supermärkten und täglichen Parties.Für Mae gibt es nach der Eingewöhnung bald keinen Grund mehr diese Umgebung zu verlassen. Sie stürzt sich mit riesigem Eifer in ihren neuen Job.Anfangs beantwortet sie fast rund um die Uhr Kundenanfragen, mehrere Hundert am Tag.Vor lauter Arbeit begreift sie am Anfang nicht, dass es beim Circle ein Muss ist, auch sozial mit den Kollegen zu interagieren, sich über das Soziale Netzwerk via Zings, Posts und Messages auszutauschen, Gruppen beizutreten etc. Die Aktivität der Mitarbeiter diesbezüglich wird gerankt. Als Mae gerügt wird hier nicht aktiv zu sein, sondern nur an ihre Arbeit zu denken und nichts Privates zu teilen, setzt sie sich auch hier mit Elan ein. Schnell hat sie fünf verschiedene Bildschirme auf ihrem Schreibtisch stehen, mit denen sie verschiedene Dinge beobachtet und bearbeitet. Da wird einem ganz schwindelig.  

Von Anfang an beobachtet man als Leser gebannt, wie Mae mit blinder Euphorie in diesen Sog rutscht. Der Circle geht radikal vor und strebt die Vollendung des Kreises an: Alles über das Internet, Soziale Netzwerke und Kameras in Erfahrung bringen zu können, alles Wissen zu teilen... oder mit anderen Worten alles und jeden zu überwachen. 

"...Papier ist für mich ein Problem, weil damit jede Kommunikation stirbt. Es hat kein Potenzial zu Kontinuität. Du guckst auf deine Papierbroschüre, und damit hört es auf. Es hört auf mit dir. Als wärst du der einzige Mensch, der zählt. Aber stell dir vor, wie es wäre, wenn du alles dokumentiert hättest.Wenn du ein Tool benutzt hättest, um jeden Vogel, den du siehst, zu identifizieren, dann hätte jeder was davon gehabt..." 

Dienstag, 9. September 2014

George R. R. Martin: A Game of Thrones

Hachja,... was soll ich sagen? Es hat mich erwischt - das Game of Thrones Fieber! Und wer ist schuld? Meine Schwester! Lange und oft musste ich mir anhören, dass ich diese Serie doch endlich gucken soll. Die sei ja sooo gut. Irgendwann habe ich dann nachgegeben.. und nach zwei Folgen war ich sofort in die Welt von Westeros abgetaucht. (Und das bei mir, die eigentlich nix mit Fantasy anfangen kann!) Nun habe ich mir alle vier Staffeln förmlich "reingesuchtet" und musste mit erschrecken feststellen, dass die nächste erst Anfang 2015 ausgestrahlt wird. Also habe ich mir ganz schnell die ersten beiden Bände gekauft, um endlich zu wissen, wie die Geschichte weiter geht. Natürlich hätte ich auch mit einem späteren Buch anfangen können, aber irgendwie wollte ich doch alle noch einmal lesen und Buch mit Serie vergleichen. Im Normalfall ist es ja so, dass man erst das Buch liest und dann den Film schaut. Und anschließend ist man eigentlich immer enttäuscht, weil alles gar nicht so genau umgesetzt wurde, die Figuren ganz anders aussehen, als man sie sich vorgestellt hat usw. Aber bei Game of Thrones sind die Macher wirklich sehr Detail verliebt! Band 1 (Achtung: der englische Band 1 wurde in der deutschen Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt) wurde von HBO wirklich perfekt umgesetzt. Teilweise wurde die Dialoge sogar 1:1 übernommen. Und obwohl ich die Serie ja nun schon kannte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

Freitag, 5. September 2014

Lesetipp des Monats: Schande

Hallo ihr Lieben,

da Madeleine und ich zur Zeit ziemlich im Job und Privatleben eingespannt sind, ist es grade leider etwas ruhiger auf dem Buchlingreport. Aber immerhin kommt hier nun schon mal unser Lesetipp des Monats.

Eckdaten zum Autor:
John Maxwell Coetzee wurde 1940 in Kapstadt geboren. Dort studierte er Englisch und Mathematik und ging dann im Rahmen eines Stipendiums in die USA, um dort seinen Doktor in Englisch und Linguistik zu absolvieren. 1972 wurde sein Antrag zur Aufenthaltsverlängerung abgewiesen, da Coetzee bei Protesten gegen den Vietnamkrieg verhaftet wurde. Also ging er zurück nach Kapstadt und lehrte dort an der Uni. 1974 veröffentlichte Coetzee sein erstes Buch Dusklands, das sofort zum internationalen Bestseller wurde. Auch für seine folgende Werke wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Literaturnobelpreis im Jahr 2003. 

Dienstag, 26. August 2014

Bibliothek mit Seeblick


Hallo ihr Lieben,

ich melde mich gut erholt aus dem Urlaub zurück. Eine Woche lang habe ich in Israel die Sonne genossen, habe im Toten Meer gebadet und natürlich auch viel Sightseeing gemacht. Und obwohl ich neben den vielen Ausflügen etwas lesefaul war, habe ich in Tel Aviv eine tolle Entdeckung gemacht, die - wie könnte es anders sein - mit Büchern zu tun hat.

Dienstag, 19. August 2014

Was wäre mein Traumjob, wenn ich irgendwas mit Büchern machen könnte?

Prämiere! Ich habe diese Woche auch mal Lust, die Montasfrage von Libromanie zu beantworten. Oft Verfolge ich die Aktion auf anderen Blogs, aber diesmal hat mich das Thema voll angesprochen.

Deshalb beantworte ich heute die Frage: 
"Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest?"

Während dem Studium (Amerikanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft) war ich fest überzeugt, danach Lektorin werden zu wollen. Ich habe mich auf auf einige Volontariate im Lektorat verschiedener Verlage beworben, aber das hat nicht geklappt. Deshalb habe ich mich dann Richtung PR orientiert und bin heute total früh darüber. Als Lektorin wäre ich echt auf dem Holzweg gelandet :) Um es kurz zu machen: Ich träume immer noch davon, irgendwann in der Presseabteilung eines Buchverlages zu landen, die Pressematerialien für viele tolle Neuheiten zu erstellen, auf Buchmessen zu gehen, Rezensionsexemplare zu verschicken und mit Bloggern und Journalisten in Kontakt zu treten, sprich auf die andere Seite zu wechseln :) So wäre ich immer informiert, wann welche tollen neuen Bücher erscheinen und könnte mich darum kümmern, dass andere auch davon erfahren. Wäre das nicht toll?

So, das war mein Redefluss zur Montagsfrage. Und wie würdet ihr die Frage beantworten?

Liebe Grüße
Madeleine

Donnerstag, 14. August 2014

Olive Schreiner: Geschichte einer afrikanischen Farm

Und wieder Zeit für ein Leseexperiment! Im Juli haben die Mädels vom Read Pack sich besonders viel Mühe gemacht und einen Zufallsgenerator auf ihren Blog gebastelt. Der hat beim Anklicken der Seite dann einen Verlag ausgespuckt, von dem ein Buch gelesen werden sollte. Bei mir war es der Diogenes Verlag. Also habe ich die Chance genutzt und meinen SuB mal wieder etwas versucht abzubauen. Denn schon seit einem guten Jahr liegt das Buch von Olive Schreiner in meinem Regal. Ich hatte es einmal bei Thalia vom Mängelexemplartisch gerettet. Und, um ehrlich zu sein, ohne die Challenge hätte es wahrscheinlich noch eine Weile aufs Lesen gewartet.

"Aus blauem Nachthimmel verströmte der afrikanische Mond seine ganze Lichtfülle auf das weite, verlassene Land."

Freitag, 8. August 2014

Henning Mankell: Daisy Sisters

Daisy Sisters ist ein Mehrgenerationen-Familienroman. Dadurch ist die Story in mehrere Teile gegliedert. Anfangs dreht sich die Geschichte um Elna, dann um ihre Tochter Eivor Maria. Das Kernthema, welches jede Generation bewegt, ist eine ungewollte, uneheliche und viel zu frühe Schwangerschaft.

Die 15-jährige Elna macht während des zweiten Weltkrieges einen Radausflug mit ihrer Freundin Vivi durch Schweden. Sie radeln über Land und übernachten in Scheunen. Abenteuerlustig wie sie sind, lassen sie sich kurz vor der Grenze mit zwei jungen Soldaten ein. Eines Abends bringen die Soldaten Alkohol mit. Elna trink zu viel und wird dann von einem der beiden Kerle vergewaltigt. Als sie Wochen später nach dem Urlaub merkt, dass sie schwanger ist, ist sie völlig entsetzt. Sie weiß nicht einmal, wer der Kindsvater ist. Zur damaligen Zeit ist sie in einer völlig inakzeptablen Lage. Für sie ist völlig klar, das Kind darf nicht zur Welt kommen. Das ist der einzige Ausweg. Aber eine stümperhafte Abtreibung geht schief. So wird schließlich doch Eivor Maria geboren und sie erhält von ihrer Familie mehr Unterstützung als sie erwartet hätte.

Freitag, 1. August 2014

Lesetipp des Monats: Atomstation

Hallo ihr Lieben,

hier kommt auch schon unser Lesetipp für den Monat August. Dieses Mal geht es in den hohen Norden, nach Island. Die kleine Insel strotzt nämlich nicht nur von alten Mythen und Sagen sondern auch von Autoren. Jeder zehnte Isländer veröffentlicht laut Statistik in seinem Leben einen Text. Deshalb hat Island die höchste Autorendichte der Welt. Ein guter Grund, sich mit der Literatur dieser kleinen Insel etwas näher zu befassen. 

Eckdaten zum Autor:
Halldór Laxness wurde eigentlich als Halldór Guðjónsson geboren. Den Nachnamen Laxness nahm er nach dem Hof Laxnes (dt. „Lachshalbinsel“) an, auf dem er aufgewachsen ist. Laxness hatte zeitlebens eine starke Neigung zum Kommunismus, die sich in vielen seiner Werke niederschlägt. Er reiste viel durch Europa, konvertierte zum Katholizismus und versuchte sich zwischenzeitlich als Drehbuchautor in Hollywood. Doch seine Drehbücher kamen nicht an, also kehrte er nach Island zurück. 1955 erhielt er den Literaturnobelpreis, bereits 1953 erhielt er den Weltfriedenspreis. Laxness starb 1998. 

Dienstag, 29. Juli 2014

Neuentdeckung & Verlosung: Krimi-Reiseführer

Hallo liebe Leseratten,

ich bin diese Woche auf etwas ganz tolles gestoßen: Krimi-Reiseführer über Berlin! Als echtes Hauptstadtkind hat mich das Wort Reiseführer in Bezug auf Berlin zunächst nicht gleich begeistert, aber als ich mir die Bücher dann genauer angesehen hatte, war ich Feuer und Flamme. Der Chipercy Verlag hat nämlich mit seinen Reiseführern eine coole Idee umgesetzt. Statt langweilig ein historisches Detail zu Berlins Sehenswürdigkeiten an das nächste zu reihen, nehmen die Krimi-Reiseführer den Leser mit auf abenteuerliche Spurensuche durch die Hauptstadt. Gemeinsam mit dem Ermittler-Duo Milan und Olli geht es in den Berliner Untergrund, zu den Highlights der Stadt und selbst als Berliner kann man dabei noch eine ganze Menge lernen. Dazu gibt es einen BVG-Plan, Detailkarten um die Bahnhöfe herum und natürlich ein "Wörterbuch" für alle, die nicht aus Berlin kommen und den Dialekt verstehen wollen. 

Freitag, 18. Juli 2014

Siri Hustvedt: "Sommer ohne Männer"

"Eine Weile nachdem er das Wort Pause ausgesprochen hatte, drehte ich durch und landete im Krankenhaus." 

Ohne Witz, ich habe das Buch vom meinem SuB genommen, weil mein Freund gerade zwei Wochen verreist ist und ich dachte, der Titel passt daher gerade gut. Gott sei Dank, bin ich nicht im Krankenhaus gelandet ;)

Die Story ist eigentlich nicht wahnsinnig originell, trotzdem hat mir das Buch gefallen. Warum? Wegen des guten Erzählstils mit viel Humor sowie Anspielungen und Vergleichen zu anderen literarischen Werken. 

Sonntag, 13. Juli 2014

Rebecca Gablé: Das Lächeln der Fortuna

"'Wenn sie uns erwischen, wird es sein, als sei das Jüngste Gericht über uns hereingebrochen', prophezeite Lionel düster."

Es ist mir ja schon fast peinlich zu sagen... aber Das Lächeln der Fortuna ist tatsächlich der erste Buch, dass ich von Rebecca Gablé gelesen habe. Zunächst hatte ich nur das Hörbuch gehört, bei dem ich gar nicht mehr abschalten konnte. Und weil ich so begeistert war, habe ich mir dann gleich die ersten drei Bände der Waringham-Saga im Schuber zugelegt. Zwar fehlt der neue vierte Band, aber bei dem tollen Design konnte ich einfach nicht widerstehen. :)  Allerdings hatte ich dabei Glück, denn im Laden konnte ich sie nirgendwo mehr finden. Statt dessen habe ich sie bei eBay ersteigert. Und mich dann gleich wieder auf den ersten Band gestürzt. Selber lesen ist ja doch immer noch etwas anderes, als vorlesen lassen. 

Montag, 7. Juli 2014

Donna Tartt: Die geheime Geschichte

Endlich komme ich dazu, euch von meinem Leseexperiment für den Monat Juni zu berichten. Leider hat es etwas länger gedauert, da mir die Fußball-WM etwas die Lesezeit geraubt hat. ;) Aber nun bin ich wieder voll dabei und kann euch über ein ganz spannendes Buch berichten. - Aber zu allererst wie immer die Aufgabe: Lies ein Buch, das dir ein Fremder empfohlen hat. Puh, gar nicht so einfach! Aber die Mädels vom Readpack haben zum Glück noch einige Hilfestellungen gegeben. Als Fremder zählt in diesem Fall auch jemand, mit dem man sich sonst nie über Bücher unterhalten hat, aber auch Rezensionen und Leseempfehlungen von Amazon, aus Zeitschriften und Zeitungen oder dem Fernsehen. Ich hatte in diesem Fall Glück, denn ich war grade im Kontakt mit dem Goldmann Verlag und die haben mir ein Buch von Donna Tartt ans Herz gelegt. Da ich von dieser Autorin noch gar nichts gelesen hatte, dachte ich: Das passt doch perfekt!

"Der Schnee in den Bergen schmolz schon, und Bunny war seit ein paar Wochen tot, ehe uns der Ernst unserer Lage allmählich dämmerte"

Dienstag, 1. Juli 2014

Lesetipp des Monats: Middlesex

Hallöchen,

unser Lesetipp für Juli ist Middlesex von Jeffrey Eugenides. Ich weiß nicht, ob ihr davon schon einmal gehört habt, aber ihr solltet definitiv mal einen genaueren Blick darauf werfen, ob das nicht was für euch wäre. Es lohnt sich. 

Eckdaten zum Autor:
Der US-amerikanische Autor Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit geboren. Seine Großeltern väterlicherseits sind aus Griechenland in die USA eingewandert. Dieses autobiographische Detail seiner Vorfahren wird in Middlesex verarbeitet. 2003 gewann er für Middlesex den Pulitzer-Preis. Eugenides ist Professor für Creative Writing an der Princeton University. 

Samstag, 28. Juni 2014

Sommer-Special: Die drei besten Bücher gegen Fernweh und Sommerloch

Für alle, die ihre Sommerferien auf Balkonien verbringen und keinen Urlaub haben!

Träumt euch weg! Wir suchen Lieblingsbücher, die Sommergefühle wecken, den Sonnenschein ins wolkenreiche Deutschland holen, das Sommerloch füllen uns darüber hinwegtrösten, dass alle Freunde verreist sind, Reiselust schwächen und Fernweh lindern.

Unsere persönliche Top 3 stellen wir euch hier vor. Aber vielleicht habt ihr ja auch gute Ideen? Wir würden uns freuen, wenn viele von euch mitmachen. Egal, ob mit einem eigenen Post auf eurem Blog oder hier in einem Kommentar. Es wäre aber schön, wenn ihr uns dann auf euren Blogpost hinweisen würdet. Dann können wir hier die Ergebnisse vorstellen und verlinken. Wir machen daraus quasi eine Blog-Parade. Ihr wisst ja, wie das geht... :)

Freitag, 20. Juni 2014

Julian Barnes: Flaubert's Parrot

Flauberts Papagei ist - Gott sei Dank - nicht zentraler Inhalt sondern nur Einleitungsfrage des Werkes. Dennoch geht es um Gustave Flaubert, sein Leben und seine Rolle als einer der berühmtesten Autoren Frankreichs.

Die Betrachtungen von Flauberts Leben erfolgen aus der Perspektive des Erzählers Geoffrey Braithwaite, einem pensionierten Arzt, der es sich zum Hobby gemacht hat, auf Flauberts Spuren zu wandeln. Er rekonstruiert seinen Charakter und versucht herauszufinden, welcher ausgestopfte Papagagei Flaubert als Vorbild für den Papagei Loulou in "Un coeur simple" inspiriert hat. Dazu besucht er verschiedene Museen in Frankreich, die alle behaupten den original ausgestopften Papagei zu besitzen.

Samstag, 14. Juni 2014

Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

"Ein Leben beginnt gewöhnlich mit einer Geburt - meins nicht."

Vielen von euch geht es sicher wie mir: Ich warte nämlich sehnsüchtig auf den nächsten Band von Walter Moers Zamonien-Reihe. Da das Schloss der träumenden Bücher aber voraussichtlich noch bis November auf sich warten lässt, habe ich beschlossen, meine Zamonien-Kenntnisse etwas aufzubessern und mir einen anderen Klassiker von Moers vorzuknöpfen. Und womit könnte man besser anfangen, als mit den Abenteuern von Käpt'n Blaubär? 

Donnerstag, 5. Juni 2014

Jussi Adler-Olsen: Verachtung

Und wieder ein Jussi Adler-Olsen. :) Ihr merkt sicher, dass es mir Carl Mørck, Assad und die spleenige Rose es grade ganz schön angetan haben. Die drei haben mich einfach nicht losgelassen. Deshalb musste nun auch der vierte Band der Reihe ganz schnell verschlungen werden.  

"Fast hätte sie sich ganz diesem Gefühl hingegeben."

Auch dieses Mal hat Carl wieder eine ganz schön harte Nuss zu knacken: Auf seinem Tisch landet die Akte von Rita Nielsen, eine Prostituierte, die seit 25 Jahren verschwunden ist. Bei der Recherche kommt schnell raus, dass Rita nicht die einzige Vermisste ist. Insgesamt scheinen fünf Personen in demselben Zeitraum verschwunden zu sein, die aber auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit mit Rita haben. Scheinbar!

Sonntag, 1. Juni 2014

Lesetipp des Monats: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Hallo liebe Leseratten und Bücherwürmer,

hier ist er wieder: unser Lesetipp des Monats! Diesmal zieht es uns in die ehemalige Tschechoslowakei.

Eckdaten zum Autor:
Milan Kundera wurde 1929 in der jungen Tschechoslowakei geboren. Sein Vater war Pianist und sein Cousin war der tschechische Schriftsteller Ludvik Kundera - beides hatte wohl großen Einfluss auf Milan, denn er setzte sich bereits als Gymnasiast mit der Literatur auseinander und arbeitete nach den beiden Weltkriegen erst einmal als Jazzmusiker. Überhaupt spielt Musik eine wichtige Rolle in all seinen Werken. Er studierte Literaturwissenschaft, Regie und Drehbuch und war später Dozent für Weltliteratur. Außerdem war Kundera auch politisch in der kommunistischen Partei aktiv, aus der er jedoch zweimal ausgeschlossen wurde. Mit Rückkehr des Stalinismus in der Tschechoslowakei wurde Kundera zur "Persona non grata" - er verlor seine Lehrstelle und seine Bücher wurden aus den Bibliotheken entfernt und nicht mehr verlegt. Seit 1975 lebt Kundera in Frankreich und schreibt nur noch auf französisch. 

Dienstag, 27. Mai 2014

Frank Schätzing: Breaking News

Breaking News – einer der besten Krisenreporter des Landes, der seinen Job vermasselt, weil sein Ego zu groß ist. Dummerweise geht es dabei, um eine Rettungsaktion dreier Geiseln in Afghanistan. Weil Tom Hagen, der Journalist, hautnah dabei sein will, fliegt die Rettungsaktion auf und die Geiseln sowie seine Kollegin kommen dabei ums Leben. Tom Hagen stürzt darauf hin in ein tiefes schwarzes Loch und man hört erst einmal nichts mehr von ihm.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Kate Morton: The Secret Keeper / Die verlorenen Spuren

Der Mai macht alles neu! - Und deshalb gibt es hier gleich das neue Leseexperiment für den Wonnemonat. Als erstes wie imme, die Aufgabe: Lies das 21. Buch aus dem Regal eines Freundes / einer Freundin. Er / Sie soll an einer zufälligen Stelle anfangen zu zählen. Da das Bücherregal von Madeleine leider 580 km entfernt liegt, habe ich eine liebe Freundin in der näheren Umgebung gefragt, ihre Buchschätze abzuzählen. Herausgekommen ist Kate Mortons The Secret Keeper (auf Deutsch: Die verlorenen Spuren), was mich wirklich gefreut hat! Schon vor ein paar Jahren hatte ich von eben dieser Freundin mein erstes Kate Morton Buch geschenkt bekommen und seitdem aber nicht mehr dazu gekommen, ein weiteres zu lesen. So war das Leseexperiment eine schöne Möglichkeit, das endlich einmal nachzuholen.

"Rural England, a farmhouse in the middle of nowhere, a summer's day at the start of the nineteen sixties."

Samstag, 17. Mai 2014

Kurzvorstellung: Baba Jaga

Heute möchte ich euch noch kurz einen Roman aus dem neugegründeten Atlantik Verlag vorstellen: Baba Jaga von Toby Barlow.

Kurze Inhaltsangabe des Verlags:
Eine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist - eine abenteuerliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre Will, ein liebenswürdiger junger Amerikaner, unterhält für die CIA eine Werbeagentur als Briefkastenfirma - doch leider ist er mit wichtigen Informationen allzu sorglos umgegangen und muss nun seinen ehemals so freundlichen Kollegen aus dem Weg gehen. Zoja, die seit Jahrhunderten kaum einen Tag gealtert ist, verdient ihren Lebensunterhalt damit, reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider hat sie ihren letzten Liebhaber auf reichlich ungeschickte Weise umgebracht, und Charles Vidot, ein hart arbeitender Polizist mit Intuition, schöpft Verdacht - und wird kurzerhand in einen Floh verwandelt. Doch dann begegnet Zoja Will und ist von seinem Charme und seiner Naivität bezaubert. Zum ersten Mal in ihrem langen Leben verliebt sie sich. Aber die CIA kommt ihnen in die Quere, sie werden in wilde Abenteuer verstrickt, während die Polizei sich mit rätselhaften Verbrechen konfrontiert sieht - bis ganz Paris kopfsteht.

Sonntag, 11. Mai 2014

Haruki Murakami: 1Q84 Buch 3

Achtung Spoiler-Alarm! Wer die ersten beiden Bände von Haruki Murakamis Meisterwerk 1Q84 noch nicht kennt, sollte hier nicht weiterlesen. Denn Band 2 endet mit einem fiesen Cliffhanger, den ich euch nicht kaputt machen will. (Meine Rezension dazu findet ihr hier.) Alle anderen sind natürlich herzlich eingeladen diese Rezension weiterzulesen :)

"Herr Ushikawa, würden Sie bitte nicht rauchen."

Dienstag, 6. Mai 2014

Birk Meinhardt: Brüder und Schwestern

Mit etwas Verspätung kommt hier mein Leseexperiment für den Monat April. Dieses Mal war die Aufgabe aber auch wirklich nicht einfach. Sie lautete: Lies ein Buch dessen Hauptfigur denselben Vornamen trägt wie du. Da mein Name aber leider gar nicht sooo häufig ist, habe ich erst mal eine Weile gebraucht, um ein passendes Buch zu finden. Sicher, ich hätte auch einfach "Die Kindern aus Bullerbü", das schon meine Eltern inspiriert hat, oder eine Pferde-Buch-Reihe nehmen können, die ich als Kind mal geschenkt bekommen habe. Aber irgendwie wäre das ein bisschen zu einfach gewesen. Also habe ich mich mit Hilfe von diverser Suchmaschinen ans Werk gemacht und bin tatsächlich fündig geworden. In Birk Meinhardts Familienepos "Brüder und Schwestern" gibt es tatsächlich eine Hauptfigur, die meinen Namen trägt:

"Die silbrige Sommersonne trieb ihnen Salz und Pickel aus den Poren, sie stanken prächtig nach Leben, nach Unrast, mit Ruten jagten sie ein paar Ferkel vor sich her auf den Fluß zu."

Donnerstag, 1. Mai 2014

Lesetipp des Monats: Hundert Jahre Einsamkeit

Den Lesetipp im Mai habe ich aus aktuellem Anlass ausgewählt: dem Tod des bekanntesten Autor Lateinamerikas Gabriel García Márquez am 17. April 2014. Ich denke, jetzt ist ein guter Zeitpunkt sein berühmtes Werk einmal näher zu betrachten und zu überlegen, ob man es nicht einmal lesen sollte.

Eckdaten zum Autor:
García Márquez wurde 1927 im kolumbianischen Aracataca geboren. In Bogotá studierte er Jura, bis er sich mehr für Journalismus interessierte. Sein erster Roman „Laubsturm“ erschien 1954. Mit „Hundert Jahre Einsamkeit“ wurde er 1967 berühmt. 1982 erhielt er den Literaturnobelpreis. Das Marquez politisch sehr aktiv war, spiegelt sich auch in vielen seiner Werke wieder.

Mittwoch, 30. April 2014

Lesefreude-Gewinner

Hallo ihr Lieben,

letzte Wochen haben wir auf unserem Blog eine Verlosung zum Welttag des Buches gehabt. Und zur Feier des Tages gab es gleich zwei Bücher zu gewinnen: Schiffbruch mit Tiger und Die schöne Philippine Welserin. Alles was ihr dazu machen musstet, war bis zum 29. April einen Kommentar zu hinterlassen oder uns eine Mail zu schicken.

Sonntag, 27. April 2014

Jussi Adler-Olsen: Erlösung

"Der dritte Morgen war angebrochen, und inzwischen hing der Geruch von Teer und Tang schon in der Kleidung."

Nachdem die ersten beiden Bände von Jussi Adler-Olsens Krimireihe um den grummeligen Ermittler Carl Mørck mich beim Lesen schon völlig den Atem haben anhalten lassen, war klar, dass schnell der nächste Teil her muss. Und auch der dritte Fall von Carl und seinem Team hat mich Nachts nicht mehr schlafen lassen, weil ich einfach immer weiter und weiter und weiter lesen musste.

Mittwoch, 23. April 2014

Blogger schenken Lesefreude!

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder soweit - heute ist Welttag des Buches! Und zu diesem Anlass möchten wir - genau wie im letzten Jahr - wieder an der tollen Aktion "Blogger schenken Lesefreude" mitmachen, bei der auch zahlreiche andere Buchliebhabende Blogs dabei sind. Und ihr könnt wieder spannendes, neues Lesefutter gewinnen!

Was wir verlosen?
Madeleine hat in diesem Jahr erneut Glück gehabt und darf für die Lesefreude-Aktion der Stiftung Lesen Bücher verschenken. Und Catherine hat ein tollen historischen Roman für euch aus dem Regal gezogen. Ihr könnt also gewinnen: 

Freitag, 18. April 2014

Markus Zusak: Die Bücherdiebin

Ein gescheitertes Projekt – denn eigentlich sollte dies ein neuer Buch-Film-Vergleich sein. Ich habe ganz fleißig vor Kinostart begonnen, die Bücherdiebin zu lesen. Als ich dann damit fertig war, lief leider nirgends mehr der Film. Scheint ein Flopp gewesen zu sein. Man hat zwar des öfteren Filmvorschauen dafür gesehen, aber dann nichts mehr. Zumindest ging es mir so. Wie ging es euch mit dem Kinofilm, hat ihn jemand gesehen?

Sonntag, 13. April 2014

Blogparade “Taschenbuch oder eBook, Zeitung oder Online-Ausgabe – was liest du lieber?”

Die ABS-Lese-Ecke hat eine Blogparade gestartet, an der ich mich gerne beteiligen möchte. Es geht mal wieder um den Vergleich von gedrucktem und digitalem Lesevergnügen. Da mir der Weihnachtsmann ein Kindle gebracht hat, mache ich dieses Jahr auf diesem Gebiet neue Erfahrungen - und sie sind sogar positiver als ich gedacht hätte. Daher möchte ich gerne die Fragen von ABS-Lese-Ecke beantworten.

Freitag, 11. April 2014

Christo Brand: Mandela. Mein Gefangener, Mein Freund

Nelson Mandela - der berühmteste Gefangene der Welt. Anti-Apartheidskämpfer, Politiker, Vater des neuen Südafrikas. Kaum ein Schicksal hat so viele Menschen auf der Welt bewegt. 27 Jahre saß Mandela in Haft, bevor er 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika gewählt wurde. Neben seinen beiden Autobiografien gibt es zahlreiche Autoren und Regisseure, die sich an der Darstellung von Mandelas Leben und den historischen Hintergründen versucht haben. Grade erst lief z.B. der Film "A long Way to Freedom" mit dem Hauptdarsteller Idris Elba in den deutschen Kinos. Neu und mit einem ganz anderen Blick auf die Ereignisse ist dafür die Biografie von Christo Brand, dem ehemaligen Gefängniswärter Mandelas!

"Ich bin auf einer kleinen Farm unmittelbar außerhalb von Stanford aufgewachsen, einem malerisch in einem Bergtal gelegenen Dorf, zwei Stunden Fahrt von Kapstadt entfernt."

Freitag, 4. April 2014

Carlos Ruiz Zafon: Der Fürst des Parnass

Das waren vielleicht Neuigkeiten für Leseratten! Kurz vor dem Welttag des Buches will der Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafon, der mit seiner Reihe über den Friedhof der vergessenen Bücher Millionen begeisterte, ein besonderes Buch herausbringen: Den Fürst des Parnass. Zafon möchte sich mit dieser Erzählung um die Entstehung des Friedhofs bei seinen Lesern und auch bei den Buchhändlern bedanken, die seine Bücher zu einem so großen Erfolg gemacht haben. Außerdem verzichtet der Autor auf sein Honorar. Stattdessen kommen die gesammelten Einnahmen  dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zugute, das sich für selbstständige Buchhändler einsetzt, die in finanzielle Notlage gekommen sind. 

Dienstag, 1. April 2014

Lesetipp des Monats: Vanity Fair / Jahrmarkt der Eitelkeiten

Hallo ihr Lieben,

nein, das ist kein Aprilscherz - das ist er mal wieder: unser Lesetipp des Monats. Dieses Mal geht es ins viktorianische England.

Eckdaten zum Autor:
William Makepeace Thackeray wurde 1811 als Sohn eines Kolonialbeamten in Kalkutta geboren und besuchte am 1817 verschiedene Internate in England. Nach der Schulzeit wechselte er immer wieder zwischen Universität und Reisen. So studierte er u.a. am Trinity College in Cambridge, Rechtswissenschaften in London und, nachdem er 1833 sein ganzes Vermögen verloren hatte studierte, er Kunst in Paris. Seine Reisen führten Thackeray neben Frankreich auch nach Italien und Deutschland, wo er sogar Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen lernte. Später arbeitete Thackeary als Journalist und mit dem Erscheinen von Vanity Fair kam er endlich zu Berühmtheit und auch zu materiellem Wohlstand.

Donnerstag, 27. März 2014

Rafik Schami: Das Geheimnis des Kalligrafen

Und wieder ein neues Leseexperiment! Die Aufagbe für März lautete: Lies ein Buch, auf dessen Cover das erste darstellbare Substantiv auf Seite 72 deines zuletzt gelesenen Buches abgebildet ist. Mein letztes Buch war 1Q84 von Haruki Murakami und da begann die Seite 72 mit dem Satzende:"hast du die Schwelle vom Leben zu Tod überschritten." - Also war ich nun auf der Suche nach einem Buchcover mit einer Schwelle. Gar nicht so einfach! Aber ich wurde tatsächlich auf meinem SuB fündig und bin mit Rafik Schami in das Damaskus von 1957 gereist:

"Noch lag die Altstadt von Damaskus unter dem grauen Mantel der Dämmerung, als ein unglaubliches Gerücht an den Tischen der kleinen Garküchen und unter den ersten Kunden der Bäckereien seine Kreise zog: Nura, die schöne Frau des angesehenen und wohlhabenden Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet."

Samstag, 22. März 2014

lit.COLOGNE: Ich war bei Frank Schätzing!

Der 101 Post des Buchlingreports ist etwas ganze besonderes! 

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, eine Karte für den sechsten Abend von Frank Schätzings Präsentation seines neuen Wälzers Breaking News zu ergattern. Das war nicht einfach! Nachdem die geplanten vier Termine ratzfatz ausverkauft waren, hatte ich Glück, dass etwas später noch zwei zusätzliche Termine ins Programm aufgenommen wurden.

Deswegen war zu erwarten, dass der wunderschöne Saal in Ehrenfelds Balloni-Halle auch am Donnerstag, 20. März, rappelvoll werden würde. Überraschend war die zirkusartige Aufstellung: runde Bühne in der Mitte, rund herum die Stühle. Leider hatte ich das Pech, schräg gegenüber der Ehrengäste - NRWs Ministerpräsidentin Hannelore Kraft -  zu sitzen, denen sich Frank Schätzing mehr zu wandte als meiner Seit, sodass ich jetzt einen prägenden Eindruck seiner Rückansicht habe. Aber ihr wisst ja, einer schöner Rücken... :)


Da ich schon Zeitungsartikel über die ersten Abende zur Inszenierung von Breaking News gelesen hatte, wusste ich ungefährt was auf mich zukommen würde. Das war aber nicht schlimm. 

Donnerstag, 20. März 2014

John Irving: Garp und wie er die Welt sah

"Garps Mutter, Jenny Fields, wurde 1942 in Boston festgenommen, weil sie einen Mann im Kino verletzt hatte."

Mit diesem ersten Satz steht der Tenor von John Irvings skurrilem Familienroman sofort fest. Obwohl Garp der "Held" der Geschichte ist, dreht sich die Handlung doch im Großen und Ganzen um die Frauen, die sein Leben prägen und mitbestimmen - genauso wie um den Versuch dieser Frauen ihr eigenes Leben aus dieser von Männern beherrschten Welt zu befreien.

Dienstag, 18. März 2014

Liebster Blog Award

Alex und Susi vom Blog The Read Pack haben uns den „Liebster Blog Award" verliehen. Darüber haben wir uns total gefreut und beantworten die Fragen der beiden natürlich sehr gerne.

Die Regeln sind:
  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  • Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
  • Nominiere 11 Blogs, die unter 200 Followern haben und sage denjenigen Bescheid.
  • Denke dir 11 eigene Fragen aus.

Mittwoch, 12. März 2014

Haruki Murakami: 1Q84 - Buch 1 & 2

Endlich komme ich dazu, euch mein Lese-Experiment aus dem Monat Februar vorzustellen. Diesmal hat es etwas länger gedauert, da ich mir einen ganz schönen Brocken geangelt habe. Aber der Reihe nach - die Aufgabe für den Februar lautete: Würfel mit einem beliebigen Würfel und lies ein Buch, in dessen Titel die gewürfelte Zahl vorkommt. Da ich neben den ganz normalen Würfel aus meiner Spielesammlung nur Buchstabenwürfel zu Hand hatte (und das wäre dann wirklich ein zu einfaches Experiment geworden), habe ich mich für die Zahlenvariante entschieden - und eine vier gewürfelt. Nach einem kurzen Blick auf meinen SuB stand dann fest - ich lese 1Q84 von Haruki Murakami. Band 3 hatte ich irgendwann schon mal als Mängelexemplar gekauft. Fehlten also "nur" noch Teil 1 und 2. Die waren schnell besorgt - und nun habe ich die über 1000 Seiten endlich fertig :)

Freitag, 7. März 2014

Jonas Jonasson: Die Analphabetin, die rechnen konnte

Ich sage es gleich vorweg: Ich habe den "Hundertjährigen der aus dem Fenster stieg und verschwand" nicht gelsen! Deshalb kann ich Jonas Jonassons zweiten Roman um die Analphabetin Nombeko nicht mit dem Vorgänger vergleichen. Wer über Jonassons Debütroman mehr erfahren möchte, kann Madeleins Rezension aus dem letzten Jahr lesen. Jetzt aber zu dem aktuellen Buch:

"Im Grunde hatten sie ja noch ein glückliches Los gezogen, die Latrinentonnenträger in Südafrikas größtem Slum. Sie hatten nämlich sowohl eine Arbeit als auch ein Dach über dem Kopf"

Montag, 3. März 2014

Lesetipp des Monats: Schuld und Sühne

Hallo ihr Lieben,

wegen Karneval gibt es den neuen Lesetipp für den Monat März erst heute :) Dafür machen wir diesmal einen Schwenk in die russische Literatur.

Eckdaten zum Autor:
Fjodor Dostojewski wurde 1821 in Moskau geboren und ist einer der wichtigsten Romanautoren der Weltliteratur. Dostojewski schrieb seine bekannten Werke erst, nachdem er knapp der Todesstrafe entgangen war, weil er Mitglied eines revolutionären Geheimbundes war. Er wurde zu Zwangsarbeit und Verbannung verurteilt, die ihn in einen gläubigen Christen und Konservativen verwandelt haben. Nach seiner Rückkehr aus Sibirien 1859, fing er an zu schreiben. Dostojewski lebte im Elend: gesundheitlich ging es ihm schlecht und er war spielsüchtig. 


Wichtigste / Bekannteste Werke:
  • Schuld und Sühne, 1866
  • Der Idiot, 1868/69
  • Die Brüder Karamasow, 1879/80


Sonntag, 23. Februar 2014

Zadie Smith: London NW

"Die pralle Sonne trödelt bei den Telefonmasten."

Ich bin verwirrt, verwirrt, verwirrt! Das habe ich die meiste Zeit bei der Lektüre dieses Buches gedacht. Ich komme nicht mit. Aber es gibt auch nichts wobei man mitkommen muss, ist mir irgendwann aufgefallen. Man muss das Geschriebene einfach vor sich hinplätschern lassen und irgendwann kommt man in den "flow" rein. Um es mal etwas zu konkretisieren: die Handlung besteht aus vielen einzelnen, sehr kurzen Kapiteln (teilweise nur ein Absatz). Am Anfang dreht sich alles um Leah Hanwell, die lethargisch, bzw. high in ihrer Hängematte rumhängt und möchte, dass ihr Leben stillsteht. Daher kommen so schräge Absätze, wie:

                      "Apfelbaum, Apfelbaum.
Ding mit Äpfeln dran. Apfelblüte.
                                        So was von symbolisch." (usw.)