Sonntag, 21. September 2014

Don Winslow: Kings of Cool

Kalifornien im Jahr 2005: Ben, Chon und O (kurz für Ophelia) sind die besten Freunde - und Geschäftspartner. Sie dealen mit Marihuana und ziehen sie ein richtig großes Business auf. Denn sie verticken nicht einfach nur hier und da ein paar Tütchen als Zwischenhändler. Nein, sie haben ein ganzes Haus gekauft, extra präpariert, damit die Nachbar und die Polzei nichts merken, und züchten darin nun das feinste Grass von Laguna Beach. Damit lässt sich natürlich jede Menge Geld machen. Und so können die drei ein einfaches Leben führen mit chillen am Strand und jede Menge Partys. Doch wo Sonne ist, ist auch Regen meist nicht weit. Und so bekommen die drei schnell Probleme mit rivalisierenden Dealern und korrupten Polizisten.

Sonntag, 14. September 2014

Dave Eggers: "Der Circle"

"WAHNSINN, DACHTE MAE. Ich bin im Himmel."

Mae Holland ist die Protagonistin in "Der Circle": ein junge Frau, die nach ihrem Uni-Abschluss zuerst einen schlechten Job in ihrer Heimatstadt annimmt und dann von ihrer Freundin Annie in den Circle geholt wird. Dieses Unternehmen ist für Mae der Himmel auf Erden. Der Circle hat Google, Facebook und Amazon geschluckt und beherrscht mit TruYou die Social Media Welt. Hier können keine anonymen Identitäten mehr im Internet aufgebaut werden, jede Person muss identifizierbar sein. Auf diesen Erfolg baut das Unternehmen auf und strotzt nur so vor Stärke. Das Firmengelände ist ein Campus mit Wohnheimen, Fitness Studios, Ärzten, Supermärkten und täglichen Parties.Für Mae gibt es nach der Eingewöhnung bald keinen Grund mehr diese Umgebung zu verlassen. Sie stürzt sich mit riesigem Eifer in ihren neuen Job.Anfangs beantwortet sie fast rund um die Uhr Kundenanfragen, mehrere Hundert am Tag.Vor lauter Arbeit begreift sie am Anfang nicht, dass es beim Circle ein Muss ist, auch sozial mit den Kollegen zu interagieren, sich über das Soziale Netzwerk via Zings, Posts und Messages auszutauschen, Gruppen beizutreten etc. Die Aktivität der Mitarbeiter diesbezüglich wird gerankt. Als Mae gerügt wird hier nicht aktiv zu sein, sondern nur an ihre Arbeit zu denken und nichts Privates zu teilen, setzt sie sich auch hier mit Elan ein. Schnell hat sie fünf verschiedene Bildschirme auf ihrem Schreibtisch stehen, mit denen sie verschiedene Dinge beobachtet und bearbeitet. Da wird einem ganz schwindelig.  

Von Anfang an beobachtet man als Leser gebannt, wie Mae mit blinder Euphorie in diesen Sog rutscht. Der Circle geht radikal vor und strebt die Vollendung des Kreises an: Alles über das Internet, Soziale Netzwerke und Kameras in Erfahrung bringen zu können, alles Wissen zu teilen... oder mit anderen Worten alles und jeden zu überwachen. 

"...Papier ist für mich ein Problem, weil damit jede Kommunikation stirbt. Es hat kein Potenzial zu Kontinuität. Du guckst auf deine Papierbroschüre, und damit hört es auf. Es hört auf mit dir. Als wärst du der einzige Mensch, der zählt. Aber stell dir vor, wie es wäre, wenn du alles dokumentiert hättest.Wenn du ein Tool benutzt hättest, um jeden Vogel, den du siehst, zu identifizieren, dann hätte jeder was davon gehabt..." 

Dienstag, 9. September 2014

George R. R. Martin: A Game of Thrones

Hachja,... was soll ich sagen? Es hat mich erwischt - das Game of Thrones Fieber! Und wer ist schuld? Meine Schwester! Lange und oft musste ich mir anhören, dass ich diese Serie doch endlich gucken soll. Die sei ja sooo gut. Irgendwann habe ich dann nachgegeben.. und nach zwei Folgen war ich sofort in die Welt von Westeros abgetaucht. (Und das bei mir, die eigentlich nix mit Fantasy anfangen kann!) Nun habe ich mir alle vier Staffeln förmlich "reingesuchtet" und musste mit erschrecken feststellen, dass die nächste erst Anfang 2015 ausgestrahlt wird. Also habe ich mir ganz schnell die ersten beiden Bände gekauft, um endlich zu wissen, wie die Geschichte weiter geht. Natürlich hätte ich auch mit einem späteren Buch anfangen können, aber irgendwie wollte ich doch alle noch einmal lesen und Buch mit Serie vergleichen. Im Normalfall ist es ja so, dass man erst das Buch liest und dann den Film schaut. Und anschließend ist man eigentlich immer enttäuscht, weil alles gar nicht so genau umgesetzt wurde, die Figuren ganz anders aussehen, als man sie sich vorgestellt hat usw. Aber bei Game of Thrones sind die Macher wirklich sehr Detail verliebt! Band 1 (Achtung: der englische Band 1 wurde in der deutschen Übersetzung auf zwei Bücher aufgeteilt) wurde von HBO wirklich perfekt umgesetzt. Teilweise wurde die Dialoge sogar 1:1 übernommen. Und obwohl ich die Serie ja nun schon kannte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

Freitag, 5. September 2014

Lesetipp des Monats: Schande

Hallo ihr Lieben,

da Madeleine und ich zur Zeit ziemlich im Job und Privatleben eingespannt sind, ist es grade leider etwas ruhiger auf dem Buchlingreport. Aber immerhin kommt hier nun schon mal unser Lesetipp des Monats.

Eckdaten zum Autor:
John Maxwell Coetzee wurde 1940 in Kapstadt geboren. Dort studierte er Englisch und Mathematik und ging dann im Rahmen eines Stipendiums in die USA, um dort seinen Doktor in Englisch und Linguistik zu absolvieren. 1972 wurde sein Antrag zur Aufenthaltsverlängerung abgewiesen, da Coetzee bei Protesten gegen den Vietnamkrieg verhaftet wurde. Also ging er zurück nach Kapstadt und lehrte dort an der Uni. 1974 veröffentlichte Coetzee sein erstes Buch Dusklands, das sofort zum internationalen Bestseller wurde. Auch für seine folgende Werke wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Literaturnobelpreis im Jahr 2003. 

Dienstag, 26. August 2014

Bibliothek mit Seeblick


Hallo ihr Lieben,

ich melde mich gut erholt aus dem Urlaub zurück. Eine Woche lang habe ich in Israel die Sonne genossen, habe im Toten Meer gebadet und natürlich auch viel Sightseeing gemacht. Und obwohl ich neben den vielen Ausflügen etwas lesefaul war, habe ich in Tel Aviv eine tolle Entdeckung gemacht, die - wie könnte es anders sein - mit Büchern zu tun hat.

Dienstag, 19. August 2014

Was wäre mein Traumjob, wenn ich irgendwas mit Büchern machen könnte?

Prämiere! Ich habe diese Woche auch mal Lust, die Montasfrage von Libromanie zu beantworten. Oft Verfolge ich die Aktion auf anderen Blogs, aber diesmal hat mich das Thema voll angesprochen.

Deshalb beantworte ich heute die Frage: 
"Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest?"

Während dem Studium (Amerikanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft) war ich fest überzeugt, danach Lektorin werden zu wollen. Ich habe mich auf auf einige Volontariate im Lektorat verschiedener Verlage beworben, aber das hat nicht geklappt. Deshalb habe ich mich dann Richtung PR orientiert und bin heute total früh darüber. Als Lektorin wäre ich echt auf dem Holzweg gelandet :) Um es kurz zu machen: Ich träume immer noch davon, irgendwann in der Presseabteilung eines Buchverlages zu landen, die Pressematerialien für viele tolle Neuheiten zu erstellen, auf Buchmessen zu gehen, Rezensionsexemplare zu verschicken und mit Bloggern und Journalisten in Kontakt zu treten, sprich auf die andere Seite zu wechseln :) So wäre ich immer informiert, wann welche tollen neuen Bücher erscheinen und könnte mich darum kümmern, dass andere auch davon erfahren. Wäre das nicht toll?

So, das war mein Redefluss zur Montagsfrage. Und wie würdet ihr die Frage beantworten?

Liebe Grüße
Madeleine

Donnerstag, 14. August 2014

Olive Schreiner: Geschichte einer afrikanischen Farm

Und wieder Zeit für ein Leseexperiment! Im Juli haben die Mädels vom Read Pack sich besonders viel Mühe gemacht und einen Zufallsgenerator auf ihren Blog gebastelt. Der hat beim Anklicken der Seite dann einen Verlag ausgespuckt, von dem ein Buch gelesen werden sollte. Bei mir war es der Diogenes Verlag. Also habe ich die Chance genutzt und meinen SuB mal wieder etwas versucht abzubauen. Denn schon seit einem guten Jahr liegt das Buch von Olive Schreiner in meinem Regal. Ich hatte es einmal bei Thalia vom Mängelexemplartisch gerettet. Und, um ehrlich zu sein, ohne die Challenge hätte es wahrscheinlich noch eine Weile aufs Lesen gewartet.

"Aus blauem Nachthimmel verströmte der afrikanische Mond seine ganze Lichtfülle auf das weite, verlassene Land."

Montag, 11. August 2014

Freitag, 8. August 2014

Henning Mankell: Daisy Sisters

Daisy Sisters ist ein Mehrgenerationen-Familienroman. Dadurch ist die Story in mehrere Teile gegliedert. Anfangs dreht sich die Geschichte um Elna, dann um ihre Tochter Eivor Maria. Das Kernthema, welches jede Generation bewegt, ist eine ungewollte, uneheliche und viel zu frühe Schwangerschaft.

Die 15-jährige Elna macht während des zweiten Weltkrieges einen Radausflug mit ihrer Freundin Vivi durch Schweden. Sie radeln über Land und übernachten in Scheunen. Abenteuerlustig wie sie sind, lassen sie sich kurz vor der Grenze mit zwei jungen Soldaten ein. Eines Abends bringen die Soldaten Alkohol mit. Elna trink zu viel und wird dann von einem der beiden Kerle vergewaltigt. Als sie Wochen später nach dem Urlaub merkt, dass sie schwanger ist, ist sie völlig entsetzt. Sie weiß nicht einmal, wer der Kindsvater ist. Zur damaligen Zeit ist sie in einer völlig inakzeptablen Lage. Für sie ist völlig klar, das Kind darf nicht zur Welt kommen. Das ist der einzige Ausweg. Aber eine stümperhafte Abtreibung geht schief. So wird schließlich doch Eivor Maria geboren und sie erhält von ihrer Familie mehr Unterstützung als sie erwartet hätte.

Freitag, 1. August 2014

Lesetipp des Monats: Atomstation

Hallo ihr Lieben,

hier kommt auch schon unser Lesetipp für den Monat August. Dieses Mal geht es in den hohen Norden, nach Island. Die kleine Insel strotzt nämlich nicht nur von alten Mythen und Sagen sondern auch von Autoren. Jeder zehnte Isländer veröffentlicht laut Statistik in seinem Leben einen Text. Deshalb hat Island die höchste Autorendichte der Welt. Ein guter Grund, sich mit der Literatur dieser kleinen Insel etwas näher zu befassen. 

Eckdaten zum Autor:
Halldór Laxness wurde eigentlich als Halldór Guðjónsson geboren. Den Nachnamen Laxness nahm er nach dem Hof Laxnes (dt. „Lachshalbinsel“) an, auf dem er aufgewachsen ist. Laxness hatte zeitlebens eine starke Neigung zum Kommunismus, die sich in vielen seiner Werke niederschlägt. Er reiste viel durch Europa, konvertierte zum Katholizismus und versuchte sich zwischenzeitlich als Drehbuchautor in Hollywood. Doch seine Drehbücher kamen nicht an, also kehrte er nach Island zurück. 1955 erhielt er den Literaturnobelpreis, bereits 1953 erhielt er den Weltfriedenspreis. Laxness starb 1998.