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Dienstag, 5. April 2016

Murasaki Shikibu: Die Geschichte vom Prinzen Genji

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen, dass ich vor kurzem lesen durfte. Ganz ohne Vorwissen hatte ich mich für seine Lektüre entschieden, nur um dann eine echte Perle der Literatur entdecken zu dürfen. Japanische Kultur, Prinzengeschichte aus alten Zeiten - klingt doch ganz spannend, waren meine ersten Gedanken. Und dann kam das Buch per Post zu mir nach hause, ich packte es aus - und war schon vom Anblick völlig verzaubert. Denn die wunderschöne Neuauflage aus dem Manesse Verlag kommt in einem Schmuckschuber daher und ist in lila Leinen mit Blumenmuster verziert! Und dann tauchte ich ab in eine exotische Welt, begab mich auf eine Reise durch die Zeit, bis in das japanische Reich von vor über 1000 Jahren.

Die Geschichte vom Prinzen Genji ( oder auch: Genji monotagari) gilt als erster Roman der Welt! Zwischen 1001 und 1006 von der Hofdame Murasaki Shikibu verfasst, beeindruckt das Werk nicht nur durch sein Alter und seine Handlung, sonder auch in seinem Umfang: Die deutsche Übersetzung des damals handschriftlich verfassten Manuskripts umfasst ganz 1.800 Seiten. Und das in einer Zeit, in der die meisten Schriftsteller ihre Geschichten und Legenden noch in Gedichten verfassten. 

Mittwoch, 23. März 2016

Jonathan Safran Froer: Alles ist erleuchtet

"Geniestreich". "Totkomisches, totlustiges Romandebüt". "Der neue Superstar der amerikanischen Literaturszene". 

Als Jonathan Safran Froers Erstlingswerk 2002 auf den Markt kam, überschlugen sich die Kritiker vor Begeisterung. Da kommt ein 24-jähriger Amerikaner daher und schreibt einen so Aufsehen erregenden Roman, dass prompt ein Hype um ihn gemacht wird, die Geschichte in über 20 Sprachen übersetzt und Froer über Nacht quasi zum neuen Literatur-Superstar wird. 2003 und 2004 wird Froer mit Preisen und Stipendien überhäuft, damit er an seinem zweiten Roman schreiben kann. Sogar einen Vorschuss von einer Millionen Dollar soll Froer für sein zweites Werk bekommen haben, eine Summe, die sonst höchstens hoch bekannten Bestsellerautoren vorbehalten ist.

Sonntag, 6. März 2016

Patricia Highsmith: Der talentierte Mr. Ripley

Manchmal zahlt es sich wirklich aus, dass ich von Filmen so wenig Ahnung habe. Bei Bücher kann ich meist sagen: Kenn ich, hab ich gelesen, will ich noch lesen, hab ich von gehört. Bei Filmen muss ich leider oft passen. Aber manchmal ist das auch total von Vorteil. Denn so kann ich ganz unvoreingenommen so manche Geschichte lesen, ohne immer die Bilder des Filmes im Kopf zu haben und sie von vornherein zu vergleichen. So auch bei Patricia Highsmith talentierten Mr. Ripley. Die meisten kennen wohl den Film mit Matt Damon in der Hauptrolle. Ich habe diesen in der Tat noch nicht gesehen, wollte aber schon ewig das Buch lesen - und habe das nun endlich nachgeholt!

Schon 1955 schrieb Highsmith ihren Roman, der zunächst unter dem Titel "Nur die Sonne war Zeuge" erschien. In nur sechs Monaten war ihr Roman fertig und nachdem das Buch so gut ankam, folgten gleich vier weitere Romane um Tom Ripley. Aber wer ist dieser Mr. Ripley eigentlich? - Tom Ripley lebt zu Beginn der Handlung in New York und hält sich mit Fälschungen und Betrügereien über Wasser. Bis eines Tages Herbert Greenleaf, der Vater eines Bekannten, bei ihm auftaucht und ihn um seine Hilfe bittet. Tom soll Dickie, den Sohn Greenleafs, zu seinen Eltern zurückbringen. Denn Dickie hat sich vor zwei Jahren nach Mongibello, einem Dorf bei Neapel, abgesetzt, verbringt dort seine Zeit mit Malen und Segeln, anstatt in das väterliche Unternehmen einzusteigen. Sowohl gutes Zureden also auch Drohen haben keinen Effekt auf Dickie gehabt. Nun hofft der Vater, dass Tom den verlorenen Sohn zur Heimkehr überreden kann.

Dienstag, 12. Januar 2016

Valeria Luiselli: Die Schwerelosen

Ein besonderer Rhythmus, auf den man sich einlassen muss!

Ich weiß leider nicht mehr, wie ich auf dieses Buch gestoßen bin. Es war irgendwo im WWW und ich habe es mir spontant noch zu Weihnachten gewünscht, bekommen und sofort gelesen. Denn die Beschreibung des Buches hat mich sofort angezogen:
"Ein Paar mit zwei Kindern in einem Haus in Mexico City. Sie schreibt an einem Roman, er liest mit. Sie erzählt von der Zeit, als sie als Lektorin in New York gearbeitet hat, von den Fremden, die ihre Liebhaber wurden, von den Dichtern und Gespenstern, die einst in ihrer Nachbarschaft wohnten, und dem vergeblichen Versuch, ihren Verleger von dem Werk des Mexikanischen Dichters Gilberto Owen zu überzeugen. Dabei gerät ihr Leben immer mehr aus der Bahn, und in ihren Roman wächst eine andere Erzählstimme..."

Freitag, 8. Januar 2016

Deon Meyer: Icarus

Nach einem schier endlosen Umzugsmarathon habe ich über die Feiertage endlich wieder etwas Luft
zum Lesen gehabt. Und da ich bei diesem unweihnachtlichen Wetter Fernweh bekam, habe ich mir mein neues Deon Meyer Buch zu Hand genommen und mich wieder mit meinem Lieblingsermittler Bennie Griessel auf Spurensuche in Südafrika gemacht. Doch wie Titel Icarus schon erahnen lässt, geht es darum, dass nach hohem Flug auch ein tiefer Fall folgen kann. So ergeht es leider auch Benny, der einen schweren Rückschlag erleiden musste.

Montag, 7. Dezember 2015

George R.R. Martin: A Feast for Crows

Wie immer bei meinen Game of Thrones Posts warne ich vor dem Lesen vor Spoilern! Wer sich das Lesevergnügen nicht verderben will, sollte hier lieber weggucken und einen anderen Post anklicken - ansonsten gilt hier: Weiterlesen auf eigene Gefahr ;) A Feast for Crows ist das vierte Buch von George R.R. Martins fulminanter Game of Thrones Reihe. Der Band setzt natürlich genau dort ein, wo der vorherige aufgehört hat. Da Martin beim Schreiben aber gemerkt hat, dass das Buch zu dick werden drohte, entschied er sich dafür die Geschichte nicht chronologisch zu trennen sondern nach Personen. Daher begleiten wir in diesem Band vor allem Cersei und Jamie Lannister. Viele der anderen Charaktere kommen erst wieder im nächsten Band, A Dance with Dragons, vor. 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Ray Bradbury: Fahrenheit 451

Eine Welt aus Feuer und Flammen. Eine Welt in der Bücher verbrennen, Lesen verboten ist und Leseratten wie wir verpönt und verächtet sind - ja sogar verfolgt werden. So eine Welt beschwört Ray Bradbury in seinem dystopischen Klassiker Fahrenheit 451 hervor. Eine Horrorvorstellung. Und trotzdem hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen und ich habe ihn in einem Stück verschlungen. Dabei klingt bereits der Titel Fahrenheit 451 wie eine Bedrohung, für jedes Buchliebhaberherz. Denn im Vorwort wird geschrieben, dass 451° Fahrenheit, sprich 232,8° Celsius, die (fiktive) Temperatur ist, bei der sich Papier selbst entzündet.

Hauptperson in diesem düsteren Zukunftsgeschichte ist Guy Montag, ein bücherverbrennender Feuerwehrmann. Ja ihr habt richtig gehört: Feuerwehrmann. Denn die sind in dieser Welt nicht mehr da, Feuer zu bekämpfen, sondern es zu legen. Sie verbrennen alles, was das Volk zum Nachdenken oder zum Hinterfragen des Systems anregen könnte. Und Guy liebt seinen Job. Jedes Feuer zaubert ihm ein Lächeln aufs Gesicht. Wie sehr er in dieser Aufgabe aufgeht, zeigt auch dieses Zitat, in dem er seinen Job beschreibt: "Es ist ein schöner Beruf. Montag verbrenne ich Millay, Mittwoch Melville, Freitag Faulkner, verbrenne sie zu Asche, dann verbrenne ich noch die Asche. Das ist unser Motto."

Freitag, 21. August 2015

Josh Weil: Das gläserne Meer

Nächste Woche erscheint ein ganz toller, neuer Wälzer im Dumont-Verlag. In "Das gläserne Meer" geht es um die Zwillingsbrüder Jarik und Dima. Sie wachsem im alten kommunistischen Russland auf und erleben den Umschwung mit. Denn als sie erwachsen geworden sind, ist ihre Heimatstadt geprägt von Wirtschafts- und Fortschrittsgedanken. Um den  landwirtschaftlichen Ertrag steigern zu können, bauen mächtige Männer ein riesiges Gewächshaus. Das ist nicht genug. Damit die Pflanzen dauerhaft Licht bekommen und dadurch schneller wachsen, werden Satelitenspiegel in den Himmel geschossen. Sie spiegeln Nachts das Sonnenlicht auf die Stadt, sodass es niemals dunkel wird. 

Zwei Brüder, die unzertrennlich erscheinen 
In dieser futuristischen Welt schufften Jarik und Dima tagtäglich lange, harte Schichten im Gewächshaus, der sogenannten Oranzeria. Von dem bisschen Geld das sie verdienen muss Dima die Mutter und Jarik seine Frau und zwei Kinder durchbringen. Anfangs scheinen die beiden damit zufrieden zu sein, gemeinsam zu arbeiten und dadurch miteinander viel Zeit zu verbringen. Vor allem Dima hängt sehr an seinem Zwillingsbruder, während Jarik sich immer wieder zwischen seiner Familie und Dima hin- und hergerissen fühlt. 

Donnerstag, 16. Juli 2015

Aravind Adiga: Der weiße Tiger


Schon auf der ersten Seite von Der weiße Tiger wusste ich: Das wird ein ganz besonderes Buch! Denn der Protagonist Balram Halwai schreibt in diesem "Briefroman" an keinen geringeren als den chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao. "Mutiger Einstieg!", dachte ich und wollte sofort wissen, wie es weitergeht. Denn Balram hat gehört, dass Jiabao Indien besuchen will und möchte ihm nun erklären, wie das wahre Indien aussieht - und erzählt dabei gleichzeitig seine eigene Lebensgeschichte:

Balram Halwai wächst in einem kleinen Dorf mitten in Indien auf. Seine Familie ist arm - quasi so arm, dass sie es sich nicht mal leisten kann, ihm einen richtigen Namen zu geben. Eigentlich nennen sie ihn nur "Munna" - also Junge. Erst der Lehrer der kleinen Dorfschule gibt Balram einen richtigen Namen. Als eines Tages ein Schulinspektor in der Schule auftaucht, ist Balram der einzige, der seine Fragen richtig beantworten kann. Und so fragt der Schulinspektor: Welches Tier ist das seltenste in jedem Dschungel - ein Tier das in jeder Generation nur einmal auftaucht? - Balram überlegt und antwortet: Der weiße Tiger. Der Inspektor: "Genau das bist du in diesem Dschungel hier."

Dienstag, 23. Juni 2015

Jeffrey Eugenides: Die Selbstmord-Schwestern

Der Titel ist Programm! Fünf Schwestern - Cecilia (13), Lux (14), Bonnie (15), Mary (16) und Therese Lisbon(17) - nehmen sich alle im Laufe eines Jahres das Leben. Der Kreislauf beginnt mit der Jüngsten, Cecilia. Nach einem ersten gescheiterten Selbstmordversuch, schafft sie es im zweiten Anlauf. Die gesamte Stadt ist davon geschockt. Die Leute reden sich ein, dass Cecilia nicht normal war. Ihre Schwestern werden ab diesem Zeitpunkt von allen wie Sonderfälle behandelt und von allen beobachtet. Die Jungs finden sie anziehend und attraktiv und würden sie gerne besser kennenlernen. Aber die Mädchen wirken unnahbar. Sie werden als Außenseiter dargestellt, die keine anderen Freundinnen haben und sich immer nur als Geschwister-Clique zeigen. 

Donnerstag, 11. Juni 2015

Paul Auster: Die New York-Triologie

Wow! - Ich weiß gar nicht, was ich anderes schreiben soll. Gerade habe ich die New York-Triologie von Paul Auster ausgelesen und bin immer noch total im Bann dieser drei Geschichten. Auster spielt dabei unheimlich mit den Erwartungen seiner Leser und führt uns regelrecht aufs Glatteis. Jede Geschichte scheint zunächst einzeln für sich zu stehen, ein kurzer Krimi. Es gibt Verfolgte, Detektive, scheinbare Täter - doch am Ende scheint jedes Mal nichts zu sein, wie es wirklich ist. Und dieses "Erlebnis" haben nicht nur die Protagonisten, sonder auch die Leser mit ihnen. Dabei schreckt Auster auch nicht davor zurück, die Grenze zwischen dem Autor und seinen Geschichten einzuhalten. Stattdessen baut er gleich in der ersten Geschichte sich selbst, seine Frau und seinen Sohn als Figuren mit ein. 

Stadt aus Glas
Der Schriftsteller Daniel Quinn, der unter einem Pseudonym Kriminalgeschichten veröffentlicht, erhält merkwürdige nächtliche Anrufe. Denn der Anrufer ist eigentlich auf der Suche nach dem Privatdetektiv Paul Auster, scheint sich aber immer zu verwählen oder eine falsche Nummer zu haben. Irgendwann gibt Quinn seiner Neugier nach und gibt sich als Auster aus. So wird er in die merkwürdige Geschichte von Peter Stillmann jr. hineingezogen. Der möchte Auster beauftragen seinen Vater, Peter Stillmann sr., zu observieren. Dieser hielt seinen Sohn jahrelang in einem dunklen Raum gefangen. Ein Experiment des Religionswissenschaftlers, um herauszufinden, ob der Sohn ohne jeglichen menschlichen Kontakt die Sprache Gottes erlernen würde. Quinn verfolgt Stillmann auf seinen scheinbar orientierungslosen Spaziergängen durch New York und scheint selbst so völlig den Halt in seinem Leben zu verlieren...

Mittwoch, 27. Mai 2015

Siri Hustvedt: Was ich liebte

Was ich liebte erzählt rückblickend die Geschichte von der Freundschaft zweier Familien: Der Kunsthistoriker Leo Hertzberg befreundet sich Mitte der 70iger Jahre in New York mit dem Künstler Bill Wechsler an. Leo kauft eines der Bilder von Bill mit dem Titel Selbstportrait, das aber eine nackte Frau zeigt. Die beiden Männer kommen ins Plaudern und es entwickelt sich aus diesem Zusammentreffen eine enge, lebenslange Freundschaft zwischen den beiden. Bill und seine Frau Lucille, eine spleenig-unterkühlte Dichterin, ziehen sogar direkt in der Wohnung über Leo und seiner Frau, der Anglistin Erica, ein. Die Verbindung zwischen den Paaren wird immer enger und intensiver, besonders Bill und Leo tauschen sich rege über Kunst aus. Schließlich werden beide Frauen schwanger und bekommen beide einen Sohn. 

Freitag, 22. Mai 2015

Charlie Lovett: Das Buch der Fälscher

Ein Buch mit original Notizen von William Shakespeare, und eine Meisterhafte Kopie dieses Werkes bilden das Kernstück des Romans. So ist es auch nicht verwunderlich, dass dies ein Buch für Büchernarren ist, die sich für Antiquariate und sehr alte Ausgaben interessieren. Ansonsten ist es eine Geschichte, die altbekannte "Methoden" aus den Genres Krimi und Liebesgeschichte miteinander verwurstet:
  • Die gestorbene große Liebe, die dem einsamen Ehemann immer noch leibhaftig erscheint und ihm den Weg weißt.
  • Ein brutaler Mord, und natürlich ist der Mörder derjenige, der von den Hauptfiguren am wenigsten verdächtig wurde.

Sonntag, 3. Mai 2015

Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah

Dieses Buch wollte ich unbedingt haben, nachdem ich schon bei einigen anderen Blogs eine Rezension darüber gelesen habe. Aber für mich war klar, dass ich die englischsprachige Originalversion lesen muss und diese Entscheidung wird genau richtig. 

Der Roman ist aus der Perspektive der Hauptfigur Ifemelu erzählt. Sie wächst in Nigeria auf und ergreift später die Chance zum Studium in die USA zu gehen. Da in Nigeria an den Universitäten gestreikt wird, liegen ihre Studien hier mehr oder weniger auf Eis. Mithilfe einer Verwandte in den USA hat, wird ihr ein Visum bewilligt. Gerne würde ihr Freund Obinze mitgehen, leider scheitern bei ihm sämtliche Visa-Anträge. 

Montag, 20. April 2015

Luca di Fulvio: Das Kind, das nachts die Sonne fand

"In dem abgelegenen Landstrich, den man unter dem althergebrachten Namen Raühnval kannte, wurde wohl niemals mehr so viel unschuldiges Blut vergossen wie an jenem Morgen des 21. September im Jahr 1407."

15. Jahrhundert in den Ostalpen: Im Herrschaftsgebiet Raühnval wächst der kleine Marcus als Sohn des Landfürsten unter den besten Bedingungen auf. Doch ein Überfall auf die väterliche Burg wirft das Schicksal des Jungen völlig aus der Bahn. Seine Familie und alle Burgangestellten werden in einem Massaker umgebracht, nur Marcus konnte sich vor dem Überfall retten und wird von Eloisa, der Tochter der Dorfhebamme, aus dem brennenden Schloss gerettet. Doch die Gefahr ist für den kleinen Prinzen nicht vorbei. Überall suchen die Schergen des verfeindeten Landfürsten Ojsternig nach dem Jungen, um das Geschlecht der Saxiona auszurotten. Doch die Dorfhebamme Agnete nimmt sich des Jungens an und versteckt ihn zunächst in ihrem Keller und nimmt ihn schließlich in ihrer Familie auf. So wird aus Prinz Marcus von Saxonia der Knecht Mikael, der von nun an nicht nur mit dem Hunger und der schweren Feldarbeit kämpfen muss, sondern auch für seine Ideale. 

Sonntag, 29. März 2015

George R.R. Martin: A Storm of Swords - Blood and Gold

"Her Dothraki scouts had told her how it was, but Dany wanted to see for herself."

Der zweite Teil von A Storm of Swords setzt gleich da an, wo der erste aufgehört hat. Deshalb bitte erst weiterlesen, wenn ihr die Story schon kennt oder keine Angst vor Spoilern habt!

Dieser Teil war für mich bisher der fulminanteste der ganze Reihe. Der Kampf um die Krone hat sich nun über ganz Westeros und Essos ausgebreitet. Im hohen Norden kämpfen Jon Snow und die Männer von der Mauer gegen die Wildlinge, die mit schwere Geschützen angreifen. Jon steht wieder vor der Wahl zwischen seiner Pflicht und Treue gegenüber seinen Brüdern und seinen Gefühlen für Ygritte. Im Osten kämpft Daenerys weiter gegen die Versklavung der Menschen und muss auf einmal feststellen, dass sie von zwei Verrätern umgeben ist. Stannis Baratheon hingegen sucht immer noch nach einem Weg selbst den eisernen Thron zu besteigen. Dabei schreckt er nun auch nicht mehr vor den magischen Kräften seiner roten Priesterin zurück. 

Freitag, 20. Februar 2015

Zadie Smith: White Teeth (Zähne zeigen)

Ein Roman über Konflikte und Probleme britischer Einwanderer der ersten, zweiten und dritten Generation.

Die Hauptfiguren sind Archie, seine junge Frau Clara und deren Tochter Irie sowie Samad Iqbal, seine Frau Alsana und ihre Zwillingessöhne Magid und Millat. Archie und Samad haben sich während des zweiten Weltkrieges in der britischen Armee angefreundet. Samad ist aus Bangladesch und beschließt in den 70er Jahren mit seiner jungen Frau Alsana nach London zu ziehen, wo er nur Archie kennt. Archie hat sich zu diesem Zeitpunkt von seiner ersten Frau getrennt und trifft auf die 19-jährige Jamaikanerin Clara. Sie heiraten und ziehen in dieNachbarschaft von Samad. Die beiden Frauen sind ungefäht zeitgleich schwanger und so wachsen ihre Kinder zusammen auf.

Sonntag, 15. Februar 2015

George R. R. Martin: A Storm of Swords - Steel and Snow

"The day was grey and bitter cold, and the dogs would not take the scent."

Der Kampf um den Eisernen Thron geht weiter. Ganz Westeros ist in Kriegen entzweit. Robb Stark, der zum König des Nordens aufgeschwungen ist, versucht immer noch den Tod an seinem Vater zu rächen und gewinnt eine Schlacht nach der nächsten. Doch während er seine Erzfeinde, die Lannisters, in zurückdrängt, verliert er Rückhalt bei seinen Verbündeten. So zieht er sich den Ärger von Walder Frey und seiner Familie zu, die schon seit Jahrhunderten den wichtigen Standpunkt der Twins hält.

Stannis Baratheon will immer auch immer noch für sein Anrecht auf den Thron und das Erbe seines verstorbenen Bruders Robert kämpfen. Dabei gerät er immer tiefer in die Fänger der roten Priesterin Melisandre. Arya versucht immer noch zurück zu ihrer Familie zu gelangen und stolpert von einem Abenteuer ins nächste, ohne wirklich näher an ihr Ziel zu kommen. 

Donnerstag, 29. Januar 2015

James A. Michener: Die Kinder von Torremolinos

Wie ich in meinem letzten Post zu "Wild" schon angekündigt habe, muss ich heute mal ein Buch vorstellen, das unserer Generation nicht mehr so bekannt sein dürfte, denn es ist bereits 1971 erschienen. Aber es war damals ein weltweiter Bestseller. Ich habe das Buch aus der Zeit, also keine Neuauflage, vor Jahren bei meinen Eltern im Bücherregal entdeckt und förmlich veschlungen.

Wie der Titel schon sagt, ist die spanische Stadt Torremolinos in Andalusien der Schauplatz des Romans. In diese Touristenhochburg ziehen viele Austeiger und Sinnsuchende der Flower-Power-Generation aus aller Welt.

Im Roman heißt es:
"Für junge Leute ist es die Hauptstadt der Welt. In einer Woche werden Sie dort auf mehr Ideen stoßen als in einem Jahr in Oxford. Auf richtige Ideen, meine ich. Die unanwendbaren. Hier ist ein Asyl für jene, die dem Wahnsinn der Welt entfliehen wollen, nur dass es selbst total verrückt ist."

Sonntag, 25. Januar 2015

Cheryl Strayed: Wild - Der große Trip

"My solo three-month hike on the Pacific Crest Trail had many beginnings."

Buch und Film erzählen eine wahre Geschichte! Ich bin zufällig auf den Kinotrailer zum Film "Wild - Der große Trip" gestoßen und habe dann spontan beschlossen, endlich mal wieder einen Buch-Film-Vergleich zu machen. Das Buch hat bei mir übrigens eine besondere Prämiere gefeiert: Es war das erste Buch, das ich komplett als eBook gelesen habe. Und es hat mir sogar gefallen! Ich fand es cool, dass ich beim Lesen einzelne Sätze markieren konnte, die mir dann alle schön aufgelistet werden. Das macht es jetzt leichter, diesen Post zu schreiben.