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Dienstag, 5. April 2016

Murasaki Shikibu: Die Geschichte vom Prinzen Genji

Heute möchte ich euch ein ganz besonderes Buch vorstellen, dass ich vor kurzem lesen durfte. Ganz ohne Vorwissen hatte ich mich für seine Lektüre entschieden, nur um dann eine echte Perle der Literatur entdecken zu dürfen. Japanische Kultur, Prinzengeschichte aus alten Zeiten - klingt doch ganz spannend, waren meine ersten Gedanken. Und dann kam das Buch per Post zu mir nach hause, ich packte es aus - und war schon vom Anblick völlig verzaubert. Denn die wunderschöne Neuauflage aus dem Manesse Verlag kommt in einem Schmuckschuber daher und ist in lila Leinen mit Blumenmuster verziert! Und dann tauchte ich ab in eine exotische Welt, begab mich auf eine Reise durch die Zeit, bis in das japanische Reich von vor über 1000 Jahren.

Die Geschichte vom Prinzen Genji ( oder auch: Genji monotagari) gilt als erster Roman der Welt! Zwischen 1001 und 1006 von der Hofdame Murasaki Shikibu verfasst, beeindruckt das Werk nicht nur durch sein Alter und seine Handlung, sonder auch in seinem Umfang: Die deutsche Übersetzung des damals handschriftlich verfassten Manuskripts umfasst ganz 1.800 Seiten. Und das in einer Zeit, in der die meisten Schriftsteller ihre Geschichten und Legenden noch in Gedichten verfassten. 

Montag, 22. Februar 2016

Agatha Christie: Das Eulenhaus

Ein neuer Fall für Hercule Poirot! Und wieder treibt der Tod sein Unwesen in der britischen High Society. Die spleenige Lady Angkatell lädt einige Freunde und Bekannte übers Wochenende auf ihren Landsitz, Eulenhaus genannt ein. Auch der Meisterdetektiv Poirot kann sich der leicht verrückt anmutenden Lady mit ihren Laune nicht entziehen. Aber als er auf dem herrschaftlichen Sitz ankommt, erwartet ihn eine Szene wie aus einem Krimi: Eine männliche Leiche liegt ordentlich drapiert am Beckenrand eines Swimmingpools. Davor steht - die Waffe noch in der Hand - die vermeintliche Mörderin. Drum herum stehen die anderen Protagonisten, fast schon wie Publikum. Poirot glaubt an einen Scherz, der extra für ihn inszeniert wurde. Doch beim näher treten wird klar: das ist kein Theaterstück! Denn das Blut, dass langsam in das Wasser des Schwimmbeckens läuft, ist ganz real. 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Edith Wharton: Zeit der Unschuld

Hier ist mein Last-Minute-Geschenktipp für euch:

Die männliche Variante von Emma Bovary, Anna Karenina oder Effi Briest!   

 

Newland Archer, aus den besten New-Yorker-Kreisen, wird von gesellschäftlichen Zwängen erdrückt und muss sich zwischen einer guten und schlechten Partie entscheiden. Welches Mädchen soll er heiraten?


Edith Wharton porträtiert den New Yorker Geldaldel vor der Jahrhundertwende und den Umbrüchen durch den ersten Weltkrieg, nämlich in den 1870er Jahren. Als Aufhänger dafür nimmt sie den jungen Newland Archer, der sich mit der mädchenhaft, unschuldigen May Welland verloben will. Eine ständesgemäße Verbindung im auserlesenen New Yorker High-Society-Kreis. Kurz bevor die Verlobung verkündet werden soll, taucht jedoch Mays Cousine Ellen Olenska aus Europa auf. Sie hat bereits schlechte Erfahrungen in ihrer Ehe gemacht und ihren Ehemann verlassen - ein Skandal für die New Yorker Gesellschaft! Das denkt anfangs auch Archer, der gesellschaftliche Konventionen und Regeln für sehr wichtig hält. Aber als er die Gräfin Ellen Olenska näher kennenlernt, ist er bereit, seine Ansichen über Bord zu werfen. Denn sie ist anders, eigenwillig, hat einen starken Charakter. Newland fühlt sich sofort von ihr angezogen.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Ray Bradbury: Fahrenheit 451

Eine Welt aus Feuer und Flammen. Eine Welt in der Bücher verbrennen, Lesen verboten ist und Leseratten wie wir verpönt und verächtet sind - ja sogar verfolgt werden. So eine Welt beschwört Ray Bradbury in seinem dystopischen Klassiker Fahrenheit 451 hervor. Eine Horrorvorstellung. Und trotzdem hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen und ich habe ihn in einem Stück verschlungen. Dabei klingt bereits der Titel Fahrenheit 451 wie eine Bedrohung, für jedes Buchliebhaberherz. Denn im Vorwort wird geschrieben, dass 451° Fahrenheit, sprich 232,8° Celsius, die (fiktive) Temperatur ist, bei der sich Papier selbst entzündet.

Hauptperson in diesem düsteren Zukunftsgeschichte ist Guy Montag, ein bücherverbrennender Feuerwehrmann. Ja ihr habt richtig gehört: Feuerwehrmann. Denn die sind in dieser Welt nicht mehr da, Feuer zu bekämpfen, sondern es zu legen. Sie verbrennen alles, was das Volk zum Nachdenken oder zum Hinterfragen des Systems anregen könnte. Und Guy liebt seinen Job. Jedes Feuer zaubert ihm ein Lächeln aufs Gesicht. Wie sehr er in dieser Aufgabe aufgeht, zeigt auch dieses Zitat, in dem er seinen Job beschreibt: "Es ist ein schöner Beruf. Montag verbrenne ich Millay, Mittwoch Melville, Freitag Faulkner, verbrenne sie zu Asche, dann verbrenne ich noch die Asche. Das ist unser Motto."

Montag, 7. September 2015

Agatha Christie: Der Tod auf dem Nil

Nachdem mich mein erster Fall mit Hercule Poirot so begeistert hat (hier findet ihr meinen Post zum Mord im Orientexpress: klick), wollte ich unbedingt gleich noch ein Buch der Krimi-Königin Agatha Christie lesen. Gut, dass ich mir beim Kauf des ersten gleich noch einen zweiten Band mitgenommen hatte. Ebenfalls ein Klassiker, dessen Titel man schon so oft gehört hat: Der Tod auf dem Nil. Und auch dieses Mal hat mich Christie nicht enttäuscht! Aber der Reihe nach:

Der Tod auf dem Nil ist Christies 22. Kriminalroman und erschien bereits 1937. Dieses Mal empfand ich die Geschichte noch ausgeklügelter. Zunächst erfahren wir nämlich einige Details zu den Hintergründen der ganzen Figuren, die später in den Fall verwickelt sind. Hauptperson ist die junge, bildhübsche und stinkreiche Linnet Ridgeway, die von allen wegen ihres Geldes umgarnt wird, Frauen mit ihrer bloßen Erscheinung zur Eifersucht bringt und Männer aus dem selben Grund einfach um den Finger wickeln kann. Erst scheint Linnet noch lieb und nett, will ihrer Freundin Jacqueline de Bellefort und ihrem Verlobten Simon Doyle helfen, indem sie ihm einen Job verschafft. Einer anderen Bekannten leiht sie ganz selbstlos ihren teuren Schmuck. Doch dann spannt Linnet Jacquelines Verlobten aus, heiratet ihn und reist mit ihm in die Flitterwochen nach Ägypten. 

Dienstag, 1. September 2015

Agatha Christie: Mord im Orientexpress

Nach meinem ersten King habe ich gleich einen weiteren modernen Klassiker von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Und das ist eine ganz schöne Größe, quasi die Königin des Rätselkrimis, die Mutter des englischen Kriminalromans. Ganz klar: es geht um Agatha Christie. Ich weiß ja auch nicht, warum ich jetzt erst dazu kam, eines ihrer Bücher zu lesen. Schon vor einem guten Jahr habe ich die tollen Ausgaben der Fischer TaschenBibliothek entdeckt, gleich zwei Klassiker von Christie gekauft - und dann mussten die Armen doch so lange im Regal versauern. Dabei sind die Geschichten doch sowas von spannend! Ihr merk schon. Ich bin schwer begeistert. Und habe die beiden Bücher nun gleich hintereinander inhaliert. Aber nun erst mal zur Sache. Worum geht es überhaupt?

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Joseph Conrad: Heart of Darkness


"The Nellie, a cruising yawl, swung to her anchor without a flutter of the sails, and was at rest."

Last but not least und ganz kurz vor knapp kommt hier nun endlich mein Leseexperiment aus dem Monat August. Warum das so lange gedauert hat? Nunja,.. irgendwie habe ich mich ein bisschen vor dem Buch gedrückt. Die Aufgabe war: Lies ein Buch, in dessen Titel das erste Substantiv auf Seite 112 deines zuletzt gelesenen Buches enthalten ist. Mein zuletzt gelesenes Buch war damals die Geschichte einer afrikanischen Farm. Dort stand auf Seite 112 das Substantiv "Herz" ganz oben. Entschieden habe ich mich danach für Herz der Finsternis bzw. Heart of Darkness von Joseph Conrad, dass schon bestimmt 5 Jahre ungelesen in meinem Regal steht. Doch irgendwie konnte ich mich bis zum Schluss nicht wirklich motivieren, das Büchlein zu lesen. Manchmal hat man schon das richtige Bauchgefühl, bevor man ein Buch zu Hand nimmt...

Dienstag, 28. Januar 2014

F. Scott Fitzgerald: The Diamond as big as the Ritz & Other Stories

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, nehme ich dieses Jahr am Leseexperiment von Alex und Susi teil. Jeden Monat im Jahr 2014 veröffentlichen die beiden dabei eine neue Aufgabe, die gelöst werden muss. Die Regeln und Aufgaben könnt ihr hier finden. Für den Januar lautete die Aufgabe: Lies das Buch aus deinem Stapel ungelesener Bücher zu Hause, das den längsten Titel hat. Also habe ich mich vor mein Bücherschrank gestellt und nach einigem Titel abzählen ein dünnes, längst vergessenes Bändlein mit Fitzgeralds Kurzgeschichten aus dem Regal gezogen.

"The Montana sunset lay between two mountains like a gigantic bruise from which dark arteries spread themselves over a poisened sky."

Montag, 9. Dezember 2013

Doris Lessing: Tage am Strand

Hallo ihr Lieben,

ich habe das Vergnügen bei einem Buch-Film-Vergleich des Hoffmann und Campe Verlages mitmachen zu dürfen. Anlass ist die Verfilmung der Kurzgeschichte "Tage am Strand" von Literaturnobelpreisträgerin Doris Lessing, die aktuell im Kino läuft.

Bei einem Buch-Film-Vergleich ist für mich sonnenklar, dass zuerst gelesen und dann geschaut werden muss. Ich habe es wahrscheinlich noch nie anders herum gemacht. Ich warte so lange mit dem Film gucken, bis ich das Buch gelesen habe. Ist wahrscheinlich eine Macke von mir ;) So war auch diesmal erst die Kurzgeschichte an der Reihe:

Samstag, 12. Oktober 2013

Nagib Machfus: Die Kairo-Trilogie – Band 3 „Zuckergäßchen“


Noch immer lebt der Patriarch. Aber er ist alt geworden und muss sein Geschäft aufgeben und sich zur Ruhe setzen. Bereits im zweiten Band kamen seine Krankheit und ein schwaches Herz durch. So dachte ich mehrere Male, dass er sterben würde.

Im dritten Band sind alle Figuren spürbar gealtert und der Zweite Weltkrieg hängt in der Luft. Aischa ist vor lauter Trauer psychisch krank geworden und siecht nur noch vor sich hin. Kamal ist ein Lehrer im mittleren Alter, den die Philosophie nicht vorangebracht hat und der an allem Zweifelt. Er ist ein großes Fragezeichen. Besonders traurig fand ich, dass er sich nicht dazu durchringen kann zu heiraten, obwohl er sich in ein Mädchen verliebt hat, das ihn auch zu mögen scheint. Wirklich traurig. Er ist ein Grübler, der in Selbstmitleid vor sich hin dümpelt. Jasin hat mit Zanuba eine wunderhübsche Tochter und ist nach wie vor aber der unveränderte Säufer.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Nagib Machfus: Die Kairo-Trilogie – Band 2 „Palast der Sehnsucht“


Im zweiten Band stehen die erwachsenen Kinder Achmed abd al-Gawwads im Mittelpunkt. Chadiga und Aischa haben mittlerweile eine bunte Kinderschar zur Welt gebracht. Aischa hat die hübsche Tochter Naima und die Söhne Othman und Mohammed, Chadiga die zwei Jungen Abd al-Munim und Achmed. Sie wachsen alle zusammen im gleichen Haus auf, in dem auch noch die Schwiegermutter lebt. Mit ihr führt Chadiga einen für die Familie sehr nervenaufreibenden und andauernden Kleinkrieg. Abgesehen davon leben die beiden Familien glücklich vor sich hin, da auch die beiden Schaukatschen Ehemänner sehr träge und treu sind.

Montag, 7. Oktober 2013

Nagib Machfus: Die Kairo-Trilogie – Band 1 „Zwischen den Palästen“

Endlich habe ich mal wieder einen wahren Schatz gefunden! Nämlich die Kairo-Trilogie. Sie ist eines dieser versteckten nur wenigen bekannten Werke, auf die man zufällig stößt oder, wie ich, von jemand anderem darauf gebracht wird. Und diese Werke entpuppen sich dann als eine der tollsten Geschichten, die man je gelesen hat und man fragt sich, wo hat sie sich so lange vor mir versteckt?

Nagib Machfus
Der Autor Nagib Machfus (1911-2006) und seine Werke sind eigentlich nicht unbekannt. Denn Machfus erhielt 1988 als erster Schriftsteller der arabischen Sprache den Literaturnobelpreis. Ich habe gelesen, dass er auch als „Vater des ägyptischen Romans“ bezeichnet wird. Da er in seinen
Werken auf viele zeitkritische und politische Aspekte eingeht, war die Veröffentlichung seiner Werke für ihn nicht ganz ungefährlich.

Dienstag, 1. Oktober 2013

H. G. Wells - Die Insel des Dr. Moreau

"Am 1. Februar 1887 ging die Lady Vain durch Kollision mit einem Wrack verloren, als sie sich etwa auf 1°südlicher Breite und 107° westlicher Länge befand." 

Ein Schiffbrüchiger, eine einsame Insel und ihre unheimlichen Bewohner -aber  nein, es handelt sich nicht um die Abenteuer von Robinson Crusoe. Auch wenn das Schicksal von Edward Prendrick in H.G. Wells Insel des Dr. Moreau zunächst leicht daran erinnert: Prendrick erleidet im Südpazifik Schiffbruch und wird als einziger Überlebender von einem Schoner aufgenommen. Zum Glück befindet sich an Bord ein Arzt - Montgomery, der mit einer Ladung Tiere auf dem Weg zu einer kleinen Insel ist und Prendrick vor dem Tod rettet. Doch als Prendrick sich schon in Sicherheit wiegt, muss er feststellen, dass er weder auf der Insel noch an Bord des Schoners willkommen ist. Erneut wird er auf hoher See ausgesetzt und sieht sein Ende schon nahen - bis Montgomerys Vorgesetzter, der mysteriöse Dr. Moreau, sich erweichen lässt und Prendrick auf der Insel aufnimmt.  

Montag, 30. September 2013

Christa Wolf - Nachdenken über Christa T.

„Nachdenken, ihr nach – denken.“

Christa T. stirbt mit 35 Jahren an Leukämie. Ihre Freundin, die Ich-Erzählerin der Geschichte, bekommt nach Christas Tod ihre gesammelten Notizen und Briefe. Die Ich-Erzählerin schildert, wie sich die Mädchen in der Dorfschule in Ostdeutschland kurz vor Ende des 2. Weltkriegs kennenlernen. Sie verlieren sich aus den Augen, doch beim Pädagogikstudium finden sie sich wieder. Christa T. wirkt unruhiger, geht eigene Wege und wird von ihren Freunden oft nicht gesehen. Nach dem Studium wird sie Lehrerin. Leidet aber unter der Einheitlichkeit ihrer Schüler. Als Freigeist, der immer seinen eigenen Weg sucht, versteht sie nicht, wie die Kinder ohne Nachzudenken alles einfach herunterbeten, das sie von ihren Eltern und den Staat vorgesagt bekommen. Christa heiratet Justus. Gemeinsam bauen sie ein Haus, bekommen drei Kinder. Trotzdem scheint Christa bis zu ihrem Tod immer noch ruhelos
In der Schule musste ich mal ein Referat über Christa Wolfs „Sommerstück“ halten und das hat mir wirklich gar keinen Spaß gemacht. Deshalb wollte ich ihr noch mal eine Chance geben und habe mich an das hochgelobte Nachdenken über Christa T. gewagt. Aber ich muss sagen – ich bin immer noch kein Fan. Ich finde Christa Wolfs Schreibstil einfach trocken, ihre Figuren wirken unnahbar und gar nicht greifbar. Dadurch wird die Geschichte nur langweilig und langwierig… Mir hat das Lesen wirklich keinen Spaß gemacht. Und auch wenn das Buch mit seinen knapp 200 Seiten gar nicht so dick ist, habe ich eine gefühlte Ewigkeit zum Lesen gebraucht. Fazit: So schnell gibt’s keine Christa Wolf wieder für mich! Mich hat die Geschichte einfach gar nicht gepackt.

LG Cat

Freitag, 12. Juli 2013

Nadine Gordimer: Burgers Tochter

Seitdem ich mal 3 Monate in Südafrika verbracht habe, bin ich ein riesiger Fan dieses unheimlich schönen Landes und seiner Kultur. Deshalb wollte ich seit langen einmal etwas von Nadine Gordimer lesen. Schließlich ist sie eine der größten südafrikanischen Autorinnen und hat 1991 ja auch einen Literatur-Nobelpreis bekommen. Durch einen lustigen Zufall bin ich nun an Burgers Tochter gekommen. Meine Nachbarn müssen scheinbar ihr Bücherregal ausgemistet haben, denn in unserem Hausflur lagen eines Tages drei Bücher mit einem Zettel daneben: Lust auf Lesen? Und ich dachte nur: Na klar! :) 

Freitag, 5. Juli 2013

"The Great Gatsby" - wieder mal eine literarische Verfilmung

Ein Klassiker der amerikanischen Literatur

F. Scott Fitzgeralds schrieb den Roman der "Roaring Twenties" - den goldenen Zwanzigern Amerikas. Er spiegelt das rasante Leben der aufstrebenden Weltmetropole New York wieder: der Börsenhype, der Aufstieg zweifelhafter Persönlichkeiten zu unverschämtem Reichtum, wilde Parties, mangelnder Moral und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Mittendrin ist ein gewisser Jay Gatsby, ein neureicher Typ der in seinem Herrenhaus auf Long Island jedes Wochenende riesige Parties veranstaltet, zu denen die New Yorker-Gesellschaft strömt. Kaum einer der Gäste weiß jedoch, wer dieser Gastgeber Gatsby überhaupt ist. Er hält sich auffällig im Hintergrund.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Aldous Huxley: Schöne neue Welt

"Ein grauer, gedrungener Bau, nur vierunddreißig Stockwerke hoch."

Wir schreiben das Jahr 632 nach Ford. In der modernen Zivilisation gibt es nur einen Staat, eine Regierung. Und die Menschen werden nur noch künstlich in der Brut- und Normzentrale mit Hilfe von Flaschen "gezüchtet", dann entkorkt und bis ins Kindesalter genormt. Schon vor der Geburt wird bestimmt, in welche Kaste die Kinder eingeteilt werden. Alphas bilden die höchste Kaste, Epsilons die unterste, deshalb wird ihnen als Embryo Sauerstoff entzogen, weil sie für ihre niederen Tätigkeiten nicht so viel Verstand brauchen. Im Kindergarten der Zentrale werden die Kleinen indoktriniert. Bücher und Blumen sollen sie fürchten, starke Gefühle werden abgelehnt. Stattdessen wird Konsumverhalten gefördert, sexuelle Bedürfnisse sollen ausgelebt werden und Soma, eine synthetische Droge, gilt als Lösung für alles. 

Donnerstag, 18. April 2013

Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis


"Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine, gelbe Sonne."

Arthur Dent hat einen verdammt schlechten Tag! Erst soll sein Haus abgerissen werden, damit eine Schnellstraße gebaut wird. Dann wird plötzlich die Erde von außerirdischen Vogonen zerstört. Arthur kann sich nur durch die Hilfe seines besten Freundes Ford Prefect an Bord des Raumschiffes der Vogonen retten, der zu Arthurs Entsetzen in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist. Ford soll den Reiseguide „Per Anhalter durch die Galaxis“ aktualisieren und reist deshalb durch das Universum. Da er aber jahrelang keine Weiterreisemöglichkeit gefunden hat, war Ford auf der Erde gestrandet. 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues


Irgendwie war ich mir gar nicht so ganz bewusst, was ich für ein Buch in der Hand hatte, als ich „Im Westen nichts Neues“ aus meinem Bücherregal gezogen hab. Ja den Namen hat man oft gehört. Zählt zu den Klassikern. Sollte man mal gelesen haben. Aber wovon es handelt, hatte ich keine Ahnung. Auch nicht, dass es das weltweit meistverkaufte Buch der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist. Ja, es wird sogar als zweit-meistverkauftes Buch der Welt gehandelt. Übertroffen nur von der Bibel. Und in 40 Sprachen wurde es übersetzt. Ich war also sehr gespannt, warum es denn nun eigentlich gehen sollte.

"Wir liegen neun Kilometer hinter der Front."

Dienstag, 29. Januar 2013

Ernest Hemingway: Der alte Mann und das Meer

„Er war ein alter Mann, der allein in einem kleinen Boot im Golfstrom fischte, und er war jetzt vierundachtzig Tage hintereinander hinausgefahren, ohne einen Fisch zu Fangen“

Nach meinem ersten „Auster“ habe ich gleich eine neue Errungenschaft für mein Bücherregal erstanden – meinen ersten Hemingway. Eigentlich schlimm, dass ich so lange dafür gebraucht habe, um „Der alte Mann und das Meer“ zu lesen. Und das obwohl es zu einem der bekanntesten Bücher der Weltliteratur gehört. Und obwohl die Novelle wirklich nur ein dünnes Büchlein und die Geschichte sehr knapp zusammenzufassen ist, nimmt sie einen beim Lesen komplett ein.