Samstag, 28. Juni 2014

Sommer-Special: Die drei besten Bücher gegen Fernweh und Sommerloch

Für alle, die ihre Sommerferien auf Balkonien verbringen und keinen Urlaub haben!

Träumt euch weg! Wir suchen Lieblingsbücher, die Sommergefühle wecken, den Sonnenschein ins wolkenreiche Deutschland holen, das Sommerloch füllen uns darüber hinwegtrösten, dass alle Freunde verreist sind, Reiselust schwächen und Fernweh lindern.

Unsere persönliche Top 3 stellen wir euch hier vor. Aber vielleicht habt ihr ja auch gute Ideen? Wir würden uns freuen, wenn viele von euch mitmachen. Egal, ob mit einem eigenen Post auf eurem Blog oder hier in einem Kommentar. Es wäre aber schön, wenn ihr uns dann auf euren Blogpost hinweisen würdet. Dann können wir hier die Ergebnisse vorstellen und verlinken. Wir machen daraus quasi eine Blog-Parade. Ihr wisst ja, wie das geht... :)

Freitag, 20. Juni 2014

Julian Barnes: Flaubert's Parrot

Flauberts Papagei ist - Gott sei Dank - nicht zentraler Inhalt sondern nur Einleitungsfrage des Werkes. Dennoch geht es um Gustave Flaubert, sein Leben und seine Rolle als einer der berühmtesten Autoren Frankreichs.

Die Betrachtungen von Flauberts Leben erfolgen aus der Perspektive des Erzählers Geoffrey Braithwaite, einem pensionierten Arzt, der es sich zum Hobby gemacht hat, auf Flauberts Spuren zu wandeln. Er rekonstruiert seinen Charakter und versucht herauszufinden, welcher ausgestopfte Papagagei Flaubert als Vorbild für den Papagei Loulou in "Un coeur simple" inspiriert hat. Dazu besucht er verschiedene Museen in Frankreich, die alle behaupten den original ausgestopften Papagei zu besitzen.

Samstag, 14. Juni 2014

Walter Moers: Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär

"Ein Leben beginnt gewöhnlich mit einer Geburt - meins nicht."

Vielen von euch geht es sicher wie mir: Ich warte nämlich sehnsüchtig auf den nächsten Band von Walter Moers Zamonien-Reihe. Da das Schloss der träumenden Bücher aber voraussichtlich noch bis November auf sich warten lässt, habe ich beschlossen, meine Zamonien-Kenntnisse etwas aufzubessern und mir einen anderen Klassiker von Moers vorzuknöpfen. Und womit könnte man besser anfangen, als mit den Abenteuern von Käpt'n Blaubär? 

Donnerstag, 5. Juni 2014

Jussi Adler-Olsen: Verachtung

Und wieder ein Jussi Adler-Olsen. :) Ihr merkt sicher, dass es mir Carl Mørck, Assad und die spleenige Rose es grade ganz schön angetan haben. Die drei haben mich einfach nicht losgelassen. Deshalb musste nun auch der vierte Band der Reihe ganz schnell verschlungen werden.  

"Fast hätte sie sich ganz diesem Gefühl hingegeben."

Auch dieses Mal hat Carl wieder eine ganz schön harte Nuss zu knacken: Auf seinem Tisch landet die Akte von Rita Nielsen, eine Prostituierte, die seit 25 Jahren verschwunden ist. Bei der Recherche kommt schnell raus, dass Rita nicht die einzige Vermisste ist. Insgesamt scheinen fünf Personen in demselben Zeitraum verschwunden zu sein, die aber auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit mit Rita haben. Scheinbar!

Sonntag, 1. Juni 2014

Lesetipp des Monats: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Hallo liebe Leseratten und Bücherwürmer,

hier ist er wieder: unser Lesetipp des Monats! Diesmal zieht es uns in die ehemalige Tschechoslowakei.

Eckdaten zum Autor:
Milan Kundera wurde 1929 in der jungen Tschechoslowakei geboren. Sein Vater war Pianist und sein Cousin war der tschechische Schriftsteller Ludvik Kundera - beides hatte wohl großen Einfluss auf Milan, denn er setzte sich bereits als Gymnasiast mit der Literatur auseinander und arbeitete nach den beiden Weltkriegen erst einmal als Jazzmusiker. Überhaupt spielt Musik eine wichtige Rolle in all seinen Werken. Er studierte Literaturwissenschaft, Regie und Drehbuch und war später Dozent für Weltliteratur. Außerdem war Kundera auch politisch in der kommunistischen Partei aktiv, aus der er jedoch zweimal ausgeschlossen wurde. Mit Rückkehr des Stalinismus in der Tschechoslowakei wurde Kundera zur "Persona non grata" - er verlor seine Lehrstelle und seine Bücher wurden aus den Bibliotheken entfernt und nicht mehr verlegt. Seit 1975 lebt Kundera in Frankreich und schreibt nur noch auf französisch. 

Dienstag, 27. Mai 2014

Frank Schätzing: Breaking News

Breaking News – einer der besten Krisenreporter des Landes, der seinen Job vermasselt, weil sein Ego zu groß ist. Dummerweise geht es dabei, um eine Rettungsaktion dreier Geiseln in Afghanistan. Weil Tom Hagen, der Journalist, hautnah dabei sein will, fliegt die Rettungsaktion auf und die Geiseln sowie seine Kollegin kommen dabei ums Leben. Tom Hagen stürzt darauf hin in ein tiefes schwarzes Loch und man hört erst einmal nichts mehr von ihm.

Donnerstag, 22. Mai 2014

Kate Morton: The Secret Keeper / Die verlorenen Spuren

Der Mai macht alles neu! - Und deshalb gibt es hier gleich das neue Leseexperiment für den Wonnemonat. Als erstes wie imme, die Aufgabe: Lies das 21. Buch aus dem Regal eines Freundes / einer Freundin. Er / Sie soll an einer zufälligen Stelle anfangen zu zählen. Da das Bücherregal von Madeleine leider 580 km entfernt liegt, habe ich eine liebe Freundin in der näheren Umgebung gefragt, ihre Buchschätze abzuzählen. Herausgekommen ist Kate Mortons The Secret Keeper (auf Deutsch: Die verlorenen Spuren), was mich wirklich gefreut hat! Schon vor ein paar Jahren hatte ich von eben dieser Freundin mein erstes Kate Morton Buch geschenkt bekommen und seitdem aber nicht mehr dazu gekommen, ein weiteres zu lesen. So war das Leseexperiment eine schöne Möglichkeit, das endlich einmal nachzuholen.

"Rural England, a farmhouse in the middle of nowhere, a summer's day at the start of the nineteen sixties."

Samstag, 17. Mai 2014

Kurzvorstellung: Baba Jaga

Heute möchte ich euch noch kurz einen Roman aus dem neugegründeten Atlantik Verlag vorstellen: Baba Jaga von Toby Barlow.

Kurze Inhaltsangabe des Verlags:
Eine schöne russische Hexe und ein Werbetexter, der eigentlich CIA-Agent ist - eine abenteuerliche Liebe im Paris der fünfziger Jahre Will, ein liebenswürdiger junger Amerikaner, unterhält für die CIA eine Werbeagentur als Briefkastenfirma - doch leider ist er mit wichtigen Informationen allzu sorglos umgegangen und muss nun seinen ehemals so freundlichen Kollegen aus dem Weg gehen. Zoja, die seit Jahrhunderten kaum einen Tag gealtert ist, verdient ihren Lebensunterhalt damit, reichen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Leider hat sie ihren letzten Liebhaber auf reichlich ungeschickte Weise umgebracht, und Charles Vidot, ein hart arbeitender Polizist mit Intuition, schöpft Verdacht - und wird kurzerhand in einen Floh verwandelt. Doch dann begegnet Zoja Will und ist von seinem Charme und seiner Naivität bezaubert. Zum ersten Mal in ihrem langen Leben verliebt sie sich. Aber die CIA kommt ihnen in die Quere, sie werden in wilde Abenteuer verstrickt, während die Polizei sich mit rätselhaften Verbrechen konfrontiert sieht - bis ganz Paris kopfsteht.

Sonntag, 11. Mai 2014

Haruki Murakami: 1Q84 Buch 3

Achtung Spoiler-Alarm! Wer die ersten beiden Bände von Haruki Murakamis Meisterwerk 1Q84 noch nicht kennt, sollte hier nicht weiterlesen. Denn Band 2 endet mit einem fiesen Cliffhanger, den ich euch nicht kaputt machen will. (Meine Rezension dazu findet ihr hier.) Alle anderen sind natürlich herzlich eingeladen diese Rezension weiterzulesen :)

"Herr Ushikawa, würden Sie bitte nicht rauchen."

Dienstag, 6. Mai 2014

Birk Meinhardt: Brüder und Schwestern

Mit etwas Verspätung kommt hier mein Leseexperiment für den Monat April. Dieses Mal war die Aufgabe aber auch wirklich nicht einfach. Sie lautete: Lies ein Buch dessen Hauptfigur denselben Vornamen trägt wie du. Da mein Name aber leider gar nicht sooo häufig ist, habe ich erst mal eine Weile gebraucht, um ein passendes Buch zu finden. Sicher, ich hätte auch einfach "Die Kindern aus Bullerbü", das schon meine Eltern inspiriert hat, oder eine Pferde-Buch-Reihe nehmen können, die ich als Kind mal geschenkt bekommen habe. Aber irgendwie wäre das ein bisschen zu einfach gewesen. Also habe ich mich mit Hilfe von diverser Suchmaschinen ans Werk gemacht und bin tatsächlich fündig geworden. In Birk Meinhardts Familienepos "Brüder und Schwestern" gibt es tatsächlich eine Hauptfigur, die meinen Namen trägt:

"Die silbrige Sommersonne trieb ihnen Salz und Pickel aus den Poren, sie stanken prächtig nach Leben, nach Unrast, mit Ruten jagten sie ein paar Ferkel vor sich her auf den Fluß zu."