Freitag, 11. April 2014

Christo Brand: Mandela. Mein Gefangener, Mein Freund

Nelson Mandela - der berühmteste Gefangene der Welt. Anti-Apartheidskämpfer, Politiker, Vater des neuen Südafrikas. Kaum ein Schicksal hat so viele Menschen auf der Welt bewegt. 27 Jahre saß Mandela in Haft, bevor er 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika gewählt wurde. Neben seinen beiden Autobiografien gibt es zahlreiche Autoren und Regisseure, die sich an der Darstellung von Mandelas Leben und den historischen Hintergründen versucht haben. Grade erst lief z.B. der Film "A long Way to Freedom" mit dem Hauptdarsteller Idris Elba in den deutschen Kinos. Neu und mit einem ganz anderen Blick auf die Ereignisse ist dafür die Biografie von Christo Brand, dem ehemaligen Gefängniswärter Mandelas!

"Ich bin auf einer kleinen Farm unmittelbar außerhalb von Stanford aufgewachsen, einem malerisch in einem Bergtal gelegenen Dorf, zwei Stunden Fahrt von Kapstadt entfernt."

Freitag, 4. April 2014

Carlos Ruiz Zafon: Der Fürst des Parnass

Das waren vielleicht Neuigkeiten für Leseratten! Kurz vor dem Welttag des Buches will der Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafon, der mit seiner Reihe über den Friedhof der vergessenen Bücher Millionen begeisterte, ein besonderes Buch herausbringen: Den Fürst des Parnass. Zafon möchte sich mit dieser Erzählung um die Entstehung des Friedhofs bei seinen Lesern und auch bei den Buchhändlern bedanken, die seine Bücher zu einem so großen Erfolg gemacht haben. Außerdem verzichtet der Autor auf sein Honorar. Stattdessen kommen die gesammelten Einnahmen  dem Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zugute, das sich für selbstständige Buchhändler einsetzt, die in finanzielle Notlage gekommen sind. 

Dienstag, 1. April 2014

Lesetipp des Monats: Vanity Fair / Jahrmarkt der Eitelkeiten

Hallo ihr Lieben,

nein, das ist kein Aprilscherz - das ist er mal wieder: unser Lesetipp des Monats. Dieses Mal geht es ins viktorianische England.

Eckdaten zum Autor:
William Makepeace Thackeray wurde 1811 als Sohn eines Kolonialbeamten in Kalkutta geboren und besuchte am 1817 verschiedene Internate in England. Nach der Schulzeit wechselte er immer wieder zwischen Universität und Reisen. So studierte er u.a. am Trinity College in Cambridge, Rechtswissenschaften in London und, nachdem er 1833 sein ganzes Vermögen verloren hatte studierte, er Kunst in Paris. Seine Reisen führten Thackeray neben Frankreich auch nach Italien und Deutschland, wo er sogar Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen lernte. Später arbeitete Thackeary als Journalist und mit dem Erscheinen von Vanity Fair kam er endlich zu Berühmtheit und auch zu materiellem Wohlstand.

Donnerstag, 27. März 2014

Rafik Schami: Das Geheimnis des Kalligrafen

Und wieder ein neues Leseexperiment! Die Aufagbe für März lautete: Lies ein Buch, auf dessen Cover das erste darstellbare Substantiv auf Seite 72 deines zuletzt gelesenen Buches abgebildet ist. Mein letztes Buch war 1Q84 von Haruki Murakami und da begann die Seite 72 mit dem Satzende:"hast du die Schwelle vom Leben zu Tod überschritten." - Also war ich nun auf der Suche nach einem Buchcover mit einer Schwelle. Gar nicht so einfach! Aber ich wurde tatsächlich auf meinem SuB fündig und bin mit Rafik Schami in das Damaskus von 1957 gereist:

"Noch lag die Altstadt von Damaskus unter dem grauen Mantel der Dämmerung, als ein unglaubliches Gerücht an den Tischen der kleinen Garküchen und unter den ersten Kunden der Bäckereien seine Kreise zog: Nura, die schöne Frau des angesehenen und wohlhabenden Kalligraphen Hamid Farsi, sei geflüchtet."

Samstag, 22. März 2014

lit.COLOGNE: Ich war bei Frank Schätzing!

Der 101 Post des Buchlingreports ist etwas ganze besonderes! 

Ich habe es doch tatsächlich geschafft, eine Karte für den sechsten Abend von Frank Schätzings Präsentation seines neuen Wälzers Breaking News zu ergattern. Das war nicht einfach! Nachdem die geplanten vier Termine ratzfatz ausverkauft waren, hatte ich Glück, dass etwas später noch zwei zusätzliche Termine ins Programm aufgenommen wurden.

Deswegen war zu erwarten, dass der wunderschöne Saal in Ehrenfelds Balloni-Halle auch am Donnerstag, 20. März, rappelvoll werden würde. Überraschend war die zirkusartige Aufstellung: runde Bühne in der Mitte, rund herum die Stühle. Leider hatte ich das Pech, schräg gegenüber der Ehrengäste - NRWs Ministerpräsidentin Hannelore Kraft -  zu sitzen, denen sich Frank Schätzing mehr zu wandte als meiner Seit, sodass ich jetzt einen prägenden Eindruck seiner Rückansicht habe. Aber ihr wisst ja, einer schöner Rücken... :)


Da ich schon Zeitungsartikel über die ersten Abende zur Inszenierung von Breaking News gelesen hatte, wusste ich ungefährt was auf mich zukommen würde. Das war aber nicht schlimm. 

Donnerstag, 20. März 2014

John Irving: Garp und wie er die Welt sah

"Garps Mutter, Jenny Fields, wurde 1942 in Boston festgenommen, weil sie einen Mann im Kino verletzt hatte."

Mit diesem ersten Satz steht der Tenor von John Irvings skurrilem Familienroman sofort fest. Obwohl Garp der "Held" der Geschichte ist, dreht sich die Handlung doch im Großen und Ganzen um die Frauen, die sein Leben prägen und mitbestimmen - genauso wie um den Versuch dieser Frauen ihr eigenes Leben aus dieser von Männern beherrschten Welt zu befreien.

Dienstag, 18. März 2014

Liebster Blog Award

Alex und Susi vom Blog The Read Pack haben uns den „Liebster Blog Award" verliehen. Darüber haben wir uns total gefreut und beantworten die Fragen der beiden natürlich sehr gerne.

Die Regeln sind:
  • Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
  • Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
  • Nominiere 11 Blogs, die unter 200 Followern haben und sage denjenigen Bescheid.
  • Denke dir 11 eigene Fragen aus.

Mittwoch, 12. März 2014

Haruki Murakami: 1Q84 - Buch 1 & 2

Endlich komme ich dazu, euch mein Lese-Experiment aus dem Monat Februar vorzustellen. Diesmal hat es etwas länger gedauert, da ich mir einen ganz schönen Brocken geangelt habe. Aber der Reihe nach - die Aufgabe für den Februar lautete: Würfel mit einem beliebigen Würfel und lies ein Buch, in dessen Titel die gewürfelte Zahl vorkommt. Da ich neben den ganz normalen Würfel aus meiner Spielesammlung nur Buchstabenwürfel zu Hand hatte (und das wäre dann wirklich ein zu einfaches Experiment geworden), habe ich mich für die Zahlenvariante entschieden - und eine vier gewürfelt. Nach einem kurzen Blick auf meinen SuB stand dann fest - ich lese 1Q84 von Haruki Murakami. Band 3 hatte ich irgendwann schon mal als Mängelexemplar gekauft. Fehlten also "nur" noch Teil 1 und 2. Die waren schnell besorgt - und nun habe ich die über 1000 Seiten endlich fertig :)

Freitag, 7. März 2014

Jonas Jonasson: Die Analphabetin, die rechnen konnte

Ich sage es gleich vorweg: Ich habe den "Hundertjährigen der aus dem Fenster stieg und verschwand" nicht gelsen! Deshalb kann ich Jonas Jonassons zweiten Roman um die Analphabetin Nombeko nicht mit dem Vorgänger vergleichen. Wer über Jonassons Debütroman mehr erfahren möchte, kann Madeleins Rezension aus dem letzten Jahr lesen. Jetzt aber zu dem aktuellen Buch:

"Im Grunde hatten sie ja noch ein glückliches Los gezogen, die Latrinentonnenträger in Südafrikas größtem Slum. Sie hatten nämlich sowohl eine Arbeit als auch ein Dach über dem Kopf"

Montag, 3. März 2014

Lesetipp des Monats: Schuld und Sühne

Hallo ihr Lieben,

wegen Karneval gibt es den neuen Lesetipp für den Monat März erst heute :) Dafür machen wir diesmal einen Schwenk in die russische Literatur.

Eckdaten zum Autor:
Fjodor Dostojewski wurde 1821 in Moskau geboren und ist einer der wichtigsten Romanautoren der Weltliteratur. Dostojewski schrieb seine bekannten Werke erst, nachdem er knapp der Todesstrafe entgangen war, weil er Mitglied eines revolutionären Geheimbundes war. Er wurde zu Zwangsarbeit und Verbannung verurteilt, die ihn in einen gläubigen Christen und Konservativen verwandelt haben. Nach seiner Rückkehr aus Sibirien 1859, fing er an zu schreiben. Dostojewski lebte im Elend: gesundheitlich ging es ihm schlecht und er war spielsüchtig. 


Wichtigste / Bekannteste Werke:
  • Schuld und Sühne, 1866
  • Der Idiot, 1868/69
  • Die Brüder Karamasow, 1879/80