Wow, was für eine Woche! Seit dem 11. September war ich fleißig auf dem internationalen lietarturfestival berlin ( nein, das sind keine Tippfehler, man schreibt das alles klein ;) ) unterwegs und habe mir zahlreiche Lesungen angehört, viele spannende Geschichten gehört und tolle neue und altbekannte Autoren gesehen. Insgesamt ging das Festival zehn Tage, es waren 244 Veranstaltungen mit 218 Autoren aus 51 verschiedenen Ländern. Also wirklich ein kunterbunter Mix durch die aktuelle Literaturwelt. Aber auch das Publikum vor Ort war total bunt gemischt. Während ich durch das Haus der Berliner Festspiele gewandelt bin, habe ich so viele unterschiedliche Hautfarben gesehen und Sprachen gehört. Das war wirklich eine ganz besonders schöne Atmosphäre. Und ich habe auch total spannende Gesprächspartner gefunden beim Schlange stehen fürs Signieren oder beim Warten auf den Beginn der Veranstaltungen, wie z.B. eine junge Japanerin, einen Reporter aus Indien und eine Dame, die extra aus Holland angereist ist, um einige der Lesungen zu hören.
Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste. (Heinrich Heine)
Freitag, 18. September 2015
Dienstag, 15. September 2015
Agatha Christie: Nikotin
Mittwoch, 9. September 2015
Lesetipp des Monats: Der Schaum der Tage
Huch, wie die Zeit vergeht... Schon wieder zu spät dran mit dem Lesetipp, sorry :)
Dafür habe ich diesmal ein ganz besonderes Schmankerl ausgesucht und auch gleich in meinem Urlaub gelesen: "Der Schaum der Tage" von Boris Vian. Falls euch das nichts sagt, wundert euch nicht - bis vor kurzem hatte ich auch noch nie davon gehört.
Eckdaten zum Autor:
Endlich mal wieder ein französischer Autor, die werden ja leider von uns etwas vernachlässigt. Boris Vian wurde 1920 in Ville d'Avray, einem Pariser Villenvorort, geboren. Er war bis 1947 Ingenieur und gründete nebenbei eine Amateurjazzband. Jean-Paul Sartre gehört zu seinen Föderern. Dank ihm erschienen 1946/47 Vians erste Romane. Ab dann widmete er sich der Schriftstellerei und der Jazzmusik. Er war Autor, Trompeter, Chansonnier, Schauspieler, Übersetzer und Leiter der Jazzplattenabteilung bei Philipps. Vian starb 1959 in Paris.
Montag, 7. September 2015
Agatha Christie: Der Tod auf dem Nil
Nachdem mich mein erster Fall mit Hercule Poirot so begeistert hat (hier findet ihr meinen Post zum Mord im Orientexpress: klick), wollte ich unbedingt gleich noch ein Buch der Krimi-Königin Agatha Christie lesen. Gut, dass ich mir beim Kauf des ersten gleich noch einen zweiten Band mitgenommen hatte. Ebenfalls ein Klassiker, dessen Titel man schon so oft gehört hat: Der Tod auf dem Nil. Und auch dieses Mal hat mich Christie nicht enttäuscht! Aber der Reihe nach:
Der Tod auf dem Nil ist Christies 22. Kriminalroman und erschien bereits 1937. Dieses Mal empfand ich die Geschichte noch ausgeklügelter. Zunächst erfahren wir nämlich einige Details zu den Hintergründen der ganzen Figuren, die später in den Fall verwickelt sind. Hauptperson ist die junge, bildhübsche und stinkreiche Linnet Ridgeway, die von allen wegen ihres Geldes umgarnt wird, Frauen mit ihrer bloßen Erscheinung zur Eifersucht bringt und Männer aus dem selben Grund einfach um den Finger wickeln kann. Erst scheint Linnet noch lieb und nett, will ihrer Freundin Jacqueline de Bellefort und ihrem Verlobten Simon Doyle helfen, indem sie ihm einen Job verschafft. Einer anderen Bekannten leiht sie ganz selbstlos ihren teuren Schmuck. Doch dann spannt Linnet Jacquelines Verlobten aus, heiratet ihn und reist mit ihm in die Flitterwochen nach Ägypten.
Dienstag, 1. September 2015
Agatha Christie: Mord im Orientexpress
Nach meinem ersten King habe ich gleich einen weiteren modernen Klassiker von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit. Und das ist eine ganz schöne Größe, quasi die Königin des Rätselkrimis, die Mutter des englischen Kriminalromans. Ganz klar: es geht um Agatha Christie. Ich weiß ja auch nicht, warum ich jetzt erst dazu kam, eines ihrer Bücher zu lesen. Schon vor einem guten Jahr habe ich die tollen Ausgaben der Fischer TaschenBibliothek entdeckt, gleich zwei Klassiker von Christie gekauft - und dann mussten die Armen doch so lange im Regal versauern. Dabei sind die Geschichten doch sowas von spannend! Ihr merk schon. Ich bin schwer begeistert. Und habe die beiden Bücher nun gleich hintereinander inhaliert. Aber nun erst mal zur Sache. Worum geht es überhaupt?Mittwoch, 26. August 2015
Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter
Der neu erschienene Roman"Gehe hin, stelle einen Wächter" soll das Erstlingswerk von Harper Lee gewesen sein. "Angeblich" verschwand das Manuskript, wurde vergessen und sei erst "durch Zufall" von Lees Anwältin bei Aufräumarbeiten gefunden worden sein. Für meinen Geschmack scheinen das allerdings ganz schön viele Zufälle auf einmal zu sein. Da ich ja auch in der PR-Branche arbeite, dachte ich gleich: Schöne PR-Aktion. So kann man eben auch eine Menge Aufmerksamkeit für sein neues Buch bekommen. Die Frage ist: Warum veröffentlicht Harper Lee - obwohl sie doch immer sagte, sie will nie wieder ein Buch auf den Markt bringen - nun doch wieder eine Geschichte? Es gab sogar Gerüchte, dass Lee gezwungen wurde das Buch zu veröffentlichen. Wobei diese gleich wieder dementiert wurden - von ihrer Anwältin. Mehr dazu findet ihr hier.
Freitag, 21. August 2015
Josh Weil: Das gläserne Meer
Nächste Woche erscheint ein ganz toller, neuer Wälzer im Dumont-Verlag. In "Das gläserne Meer" geht es um die Zwillingsbrüder Jarik und Dima. Sie wachsem im alten kommunistischen Russland auf und erleben den Umschwung mit. Denn als sie erwachsen geworden sind, ist ihre Heimatstadt geprägt von Wirtschafts- und Fortschrittsgedanken. Um den landwirtschaftlichen Ertrag steigern zu können, bauen mächtige Männer ein riesiges Gewächshaus. Das ist nicht genug. Damit die Pflanzen dauerhaft Licht bekommen und dadurch schneller wachsen, werden Satelitenspiegel in den Himmel geschossen. Sie spiegeln Nachts das Sonnenlicht auf die Stadt, sodass es niemals dunkel wird.
Zwei Brüder, die unzertrennlich erscheinen
In dieser futuristischen Welt schufften Jarik und Dima tagtäglich lange, harte Schichten im Gewächshaus, der sogenannten Oranzeria. Von dem bisschen Geld das sie verdienen muss Dima die Mutter und Jarik seine Frau und zwei Kinder durchbringen. Anfangs scheinen die beiden damit zufrieden zu sein, gemeinsam zu arbeiten und dadurch miteinander viel Zeit zu verbringen. Vor allem Dima hängt sehr an seinem Zwillingsbruder, während Jarik sich immer wieder zwischen seiner Familie und Dima hin- und hergerissen fühlt.
Freitag, 14. August 2015
Eine Lesung, die unter die Haut geht
Krimis und Thriller müssen spannend sein! Sie müssen uns packen, fessel und ab und an auch mal das Blut in den Adern gefrieren lassen. Lesungen hingegen sind auch öfter mal etwas trockener. Der Funke springt nicht unbedingt immer gleich über, die Atmosphäre stimmt nicht oder man ist noch nicht so richtig auf die Story eingestellt. Zu einer Buch-Premiere der ganz anderen Art hatte dagegen Vincent Kliesch eingeladen. Im Berlin Dungeon präsentierte der Berliner Autor gestern Abend den zweiten Teil seiner Krimi-Reihe um Kommissar Severin Boesherz mit dem Titel "Im Augenblick des Todes" - und brauchte uns Gäste dabei mächtig zum Gruseln! Denn vor der eigentlichen Lesung gab es für die knapp 30 geladenen Zuhörer eine exklusive Führung durch den Kerker von Berlin.
Dienstag, 11. August 2015
Reisen: Kurzgeschichten herausgegeben von Rafik Schami
Dieses hübsche kleine Büchlein ist ein wahrer Schatz - vor allem für diejenigen, die zur Zeit nicht in Urlaub fahren können. Mit "Reisen" kann zumindest euer Kopf in die Ferne schweifen.
Den sechs darin versammelten Autoren Franz Hohler, Root Leeb, Monika Helfer, Michael Köhlmeier, Natasa Dragnic und Rafik Schami wurde das Motiv "Reisen" vorgegeben und jeder hat dazu eine oder mehrere Kurzgeschichten geschrieben. In einem kurzen Vorwort erläutert Rafik Schami in seiner Funktion als Herausgeber die Idee hinter diesem Band:
"Dieses Buch ist keine Anthologie, sondern eine neue Art, Texte zu inszenieren. Sechs Autorinnen und Autoren greifen einen Themenvorschlag auf und erzählen aus ihrere Sicht darüber. Es sind allesamt Liebeserklärungen an eine der feinsten Erzählkünste: der Kurzgeschichte. Besuchen Sie die sechs Erzählbühnen. Dort warten Überraschungen auf Sie. Ich garantiere Ihnen große Unterhaltung. Ich war dort."
Sonntag, 2. August 2015
Lesetipp des Monats: Wer die Nachtigall stört
Eckdaten zum Autor:
Nelle Harper Lee 1926 in Monroeville, Alabama geboren. Bereits als Kind fing sie an zu Schreiben, folgte aber zunächst dem Vorbild ihres Vaters sowie ihrer älteren Schwester und studierte Jura. Während der Unizeit war sie aber bereits Chefredakteurin der Unizeitschrift. Und nach einer 6-wöchigen Studienreise nach Europa wandte sie sich von den Rechtswissenschaften ab und der Literatur zu. Sie ging von der Uni ab und nach New York, arbeitete dort zunächst in einem Buchladen und bei einer Fluggesellschaft am Schalter. Bis schließlich das Michael und Joy Brown sich entschlossen, Lees literarisches Talent finanziell zu fördern.1957 reichte Lee ihre ersten Kurzgeschichten ein, die sich bereits um die Hauptfigur Atticus drehen. Mit Hilfe der Lektorin Tay Holthoff arbeitete Lee an ihrem Manuskript und fügte die Geschichten zu einer zusammenhängen Story zusammen. So erschien 1960 Lees erster Roman To Kill a Mockingbird für den sie kurz darauf den Pulitzer-Preis verliehen bekam. To Kill a Mockingbird verkaufte sich über 40 Millionen Mal.
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